Kommentar
Kurzsichtig

Es war kluge Politik, als sich die Stadt in den 90er Jahren entschloss, keine Flüchtlings-Ghettos entstehen zu lassen, sondern Asylsuchende in normalen Häusern in normalen Wohnvierteln unterzubringen. Weniger klug war es, später mehrere Wohnungen zu verkaufen, um dem notleidenden städtischen Haushalt aufzuhelfen. Die trügerische Ruhe der Nuller Jahre nährte die Illusion, die Zeit der großen Flüchtlingsströme sei vorbei – das war kurzsichtig. Jetzt ist es wichtig, dass Greven anknüpft an die Prinzipien, die damals galten und Integration beförderten: Dezentrale Unterbringung, familienfreundlich und – bei allem Verständnis für die gewaltigen Nöte der Verwaltung – nicht zu eng.      Monika Gerharz

Donnerstag, 13.03.2014, 09:03 Uhr

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