Vermutlich Suizid: Zwei Tote in Schmedehausen
Auto stürzt in den Kanal

Schmedehausen -

Zwei Menschen sind am Mittwoch mit ihrem Skoda in den Knal gestürzt, beide kamen ums Leben. Die Polizei vermutet Suizid.

Mittwoch, 26.03.2014, 18:03 Uhr

Es waren zwei Menschen, die aus dem Leben scheiden wollten. Davon geht jedenfalls die Polizei ob der äußeren Umstände aus. „Die Umstände lassen kaum einen anderen Schluss zu“, sagte Reiner Schöttler, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde. Doch der Tod der beiden älteren Menschen – eine Frau und ein Mann – löste am gestrigen Mittag gegen 13.30 Uhr einen Großeinsatz von Feuerwehr , Polizei und DLRG aus. Denn das Auto mit den beiden Menschen an Bord war in den Kanal bei Schmedehausen gefahren.

Gegen 13.15 Uhr wurde die Polizei von einem Besatzungsmitglied eines im Schmedehausener Kanalhafen liegenden Schiffes darüber informiert, dass ein Auto mit hoher Geschwindigkeit in das Wasser gefahren sei. Daraufhin wurden Feuerwehr und DLRG alarmiert. Taucher der Grevener, der Rheinenser und der Münsteraner Feuerwehr und der Grevener DLRG kamen zum Einsatzort und versuchten sofort, die Insassen des Autos zu bergen. Zunächst hieß es, das Fahrzeug sei mit vier Menschen besetzt. Das stellte sich aber später als falsch heraus.

Die Taucher konnten zwei Menschen aus dem silbernen Skoda bergen. Für beide kam aber jede Hilfe zu spät. Ärzte konnten nur noch den Tod der beiden feststellen. Notarzt und die Besatzung des Rettungshubschraubers mussten unverrichteter Dinge wieder abrücken.

Auto stürzt in den Kanal

Die Bergung des Fahrzeuges aus dem Kanal gestaltete sich schwierig. Zunächst musste der Kran der Berufsfeuerwehr anrücken. Der konnte das Auto aber an Ort und Stelle nicht bergen, da die Gefahr bestand, dass die Spundwand des Dortmund-Ems-Kanals der Belastung durch Kran und Auto nicht stand halten würde. Daher wurde das Auto mit Hilfe von Luftkissen angehoben und anschließend mit Hilfe des Bootes der Grevener Feuerwehr einige 100 Meter weiter gezogen. Dort konnte der Kran, der in dem Bereich genügend Abstand zur Spundwand hatte, das Auto aus dem Wasser bergen.

Die Polizei hat die genaue Untersuchung des Vorfalls aufgenommen. Während der Bergung des Fahrzeuges blieb der Kanal kurzzeitig für den Schiffsverkehr gesperrt.

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