Exxon Mobil will Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis
Fracking: Stadt wehrt sich vorsorglich

Greven -

Exxon Mobil hat – bisher allerdings nur theoretisch und als Schutz von Konkurrenten gedacht – das Recht, in Nordrhein-Westfalen nach schwer erschließbaren Erdgasvorkommen zu suchen. Die Stadt Greven will sich jetzt dagegen wehren, dass diese „Aufsuchungserlaubnis“ verlängert wird.

Freitag, 02.05.2014, 17:05 Uhr

„Wehret den Anfängen“: Unter diesem Motto könnte man den Tagesordnungspunkt zusammenfassen, der sich in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt mit dem Thema Fracking befasst. Die Verwaltung schlägt vor, dass sich Greven strikt dagegen wehrt, dass die so genannte „ Aufsuchungserlaubnis “ nach Erdgas für Nordrhein-Westfalen , die Exxon Mobil auch für Grevener Gebiet hat, verlängert wird.

Die „Aufsuchungserlaubnis“, die der Energiekonzert bis 2017 verlängern lassen will und die ihn vor Konkurrenz schützen soll, bedeutet keineswegs, dass schon Bagger rollen dürfen. Dafür bräuchte es eine Bewilligung, auch für Probebohrungen. Und die will wegen der Gefahren des Frackings für Grundwasser und Umwelt eigentlich niemand erteilen. Allerdings sind entsprechende Formulierungen, etwa im Koalitionsvertrag, von der „weichen“ Sorte – viele Wenn und Aber, aber kein entschiedenes Nein. Mit der förmlichen Ablehnung durch den Rat will die Stadt der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg nun signalisieren, dass sie aus Greven ganz gewiss nicht mit Unterstützung fürs Fracking zu rechnen braucht.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2424228?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F2580366%2F2580367%2F
Nachrichten-Ticker