Roswitha Demming gibt JeKi-Kindern Geigenunterricht / Teil 3 der WN-Serie
Sie hat den Bogen raus

Saerbeck -

Im Rahmen des Programms „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) können die Kinder nach der „Grundmusikalisierung“ in der ersten Schulklasse anschließend Instrumentalunterricht in kleinen Gruppen von Musikschullehrern erhalten. „Viele Kinder kämen ohne JeKi gar nicht auf die Idee Geige lernen zu wollen“, bringt es Roswitha Demming auf den Punkt.

Mittwoch, 14.05.2014, 20:05 Uhr

Ben und Enrico sind zwei ganz normale Jungen, die draußen gerne herumtoben, Sport machen und ab und zu natürlich auch Blödsinn verzapfen. Also ganz normal eben. Eines ist allerdings anders, als bei vielen anderen. Mit ihren acht Jahren stehen sie nachmittags in einer Klasse der Saerbecker St. Georg Grundschule und haben eine Violine in der Hand.

In diesem Moment sind sie ganz konzentriert und fokussiert auf ihr Instrument. Und schon geht es los. „Liebe Mutter, hör mal zu, was ich auf der Geige kann“, singt Violinlehrerin Roswitha Demming und zupft dazu auf der A-und D-Saite. Sofort machen es ihr die Schüler brav nach, nur das Singen überlassen sie ihrer Lehrerin. Danach wird das Ganze mit dem Bogen wiederholt.

Aber wie kommt es zu dieser Form des Unterrichts? Im Rahmen des Programms „Jedem Kind ein Instrument“ ( JeKi ) können die Kinder nach der „Grundmusikalisierung“ in der ersten Schulklasse anschließend Instrumentalunterricht in kleinen Gruppen von Musikschullehrern erhalten. „Viele Kinder kämen ohne JeKi gar nicht auf die Idee, Geige lernen zu wollen“, bringt es Roswitha Demming auf den Punkt. Die Unterstützung vom Elternhaus sei auch durchaus verschieden.“ Es gibt begabte und weniger begabte Schüler. Die, die üben und dabei bleiben, haben Erfolg“, soweit Demming.

Aber nicht nur die Grundbegriffe des Violinspiels können erlernt werden. Es gibt auch eine kleine Horngruppe, die Ruth Wittiber leitet. „Bei uns ist immer Jagd, weil mein Papa Jäger ist und ich finde das Jagdhorn so toll“, berichtet der achtjährige Johannes mit einem gewissen Funkeln in den Augen. Insgesamt spielen drei Jungen auf dem B-Horn. Allerdings möchte Lehrerin Ruth Wittiber von diesem Jagd-Image wegkommen und dem Nachwuchs auch Bereiche der Filmmusik wie aus „Black Beauty“, „Herr der Ringe“ oder „Jurassic Park“ eröffnen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Erstmal muss man seinen Namen melodisch blasen können oder den „Schlittschuhlauf“ dem Horn entlocken und das ist nicht so einfach. „Es geht nicht darum, der Erste zu sein. Es gewinnt derjenige, der mit den anderen zusammen ankommt“, motiviert Wittiber Johannes, Valentin und Luca. Mit viel Geduld und Einfühlungs-vermögen läuft der Unterricht ab, und allen macht er sichtlich Spaß.

Die Musikschule bietet bei JeKi alle Instrumente an, aber in Saerbeck gibt es momentan Violine, Horn, Gitarre und Querflöte. Beim Musikschulfest am 24. Mai in Saerbeck sind voraussichtlich einige Instrumentalgruppen zu hören.

Viele Kinder kämen ohne JeKi gar nicht auf die Idee Geige lernen zu wollen.

Roswitha Demming
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