Möbelbrücke gewinnt Fiege-Mitarbeiter-Preis
Ein Garten für 300 Euro

Greven -

„Aus Alt mach Neu“ hieß die Aufgabe, die sich jetzt „Möbelbrücken“-Mitarbeiter vornahmen. Sie zauberten aus einem vernachlässigten Innenhof einen gemütlichen Garten und gewannen damit den Fiege-Mitarbeiter-Preis.

Mittwoch, 28.05.2014, 19:05 Uhr

300 Euro? Dafür gibt es einen ganzen Garten , Grill, Gartenmöbel und Teich inklusive? Das gibt es. Die jungen Leute, die sich bei der Möbelbrücke auf das Berufsleben vorbereiten, haben es bewiesen – mit Ideen, mit handwerklichem Geschick, mit Kreativität und vielen, vielen „Bettelbriefen“ an Sponsoren.

Doch von vorn. Es gibt den Wettbewerb „Aus Alt mach Neu“ der Mitarbeiter der Fiege-Stiftung für Einrichtungen, die Jugendliche auf den Beruf vorbereiten. Als erster Preis lockte in diesem Jahr ein Tag auf der Kartbahn inklusive eines Grillabends für die gesamte Mannschaft. Den wollte das Grevener Team der Möbelbrücke unbedingt gewinnen. Die Vorgabe: Aus altem, recycelten Material sollte etwas Neues, Nutzbares werden. Und da kam den jungen Leuten eine glänzende Idee: Warum nicht den etwas verwahrlosten, wenig einladenden Garten mit seinem ein wenig heruntergekommenen Gartenhaus auf Vordermann bringen?

Im Februar ging es los mit der Planung. Das Projekt war ehrgeizig – das Gartenhaus sollte vergrößert, ein Teich angelegt, das vorhandene Hochbeet totalsaniert werden, Gartenmöbel mussten her, schöne Dekorationen sowieso und natürlich, mangels Beeten, viele, viele Bluemen in Töpfen. „Wir haben versucht, jemanden zu finden, der uns Farbe spendet“, erzählen Dhana-Janina Matheis und Julia Bröcker , die beiden Projektleiterinnen. Das hat nicht geklappt, und so ging von den 300 Euro der Löwenanteil für Farbe drauf – eine große Sitzgruppe wurde in weiß, eine kleine Bank am Teich blau gestrichen, Tünche für die Wände im Gartenhaus wurde gebraucht, das durch einen Anbau vergrößert wurde und nun als schmuckes Fachwerkhäuschen daherkommt. Zum Glück gab es Ratschläge von einem Maler. „Der hat uns gezeigt, wie man die Farbe am besten aufträgt und ist mit uns auch einkaufen gegangen“, freuen sich die Projektleiterinnen.

Überhaupt – das ganze Möbelbrücken-Team war mit Ehrgeiz dabei, den Preis zu bekommen. Jemand, der schweißen kann, hat aus zwei alten Ölfässern einen Grill gebaut. Die Materialien, die man für die Hauserweiterung brauchte, stammen aus den Resten des alten Wissing-Holzlagers, das der Möbelbrücke geschenkt wurde. Eine Badewanne für einen Teich, der mit Wasserpflanzen und Fischen bestückt ist, und Stoff für Sitzkissen spendeten Sponsoren, alte Matratzen hat man mit dem elektrischen Brotmesser für die Auflagen zurechgeschnitten. Jemand hat den Jugendlichen neuen Mutterboden für das Hochbeet gespendet, Tomaten, Paprika und anderes Gemüse wurde selbst vorgezogen, in Töpfen gibt es Beerensträucher. Aus Mineralwasserflaschen wurden Blumenampeln, Töpfe wurden mit Wollresten umhäkelt, Vogelhäuschen und Skulpturen gebastelt. „Nur die Sonnensegel haben wir gekauft", sagen die beiden Projektleiterinnen, die das ganze Unternehmen auch in Bild und Text festgehalten und jetzt erfolgreich vor der Jury präsentiert haben. Und die schließlich eine auch die Abrechnung vorlegten, Posten für Posten. Das Ergebnis: Der neue Garten hat keine 300 Euro gekostet – 26,25 Euro sind übrig.

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