Städtebauförderung
Kein Zuschuss aus Düsseldorf

Reckenfeld -

Für die Umgestaltung der Reckenfelder Ortsmitte gibt es - anders als im Fall der Grevener Innenstadt - keine Förderung. NRW-Bauminister Groschek legte nun die Liste der Förderprojekte vor. Darauf taucht Reckenfeld nicht auf.

Freitag, 31.10.2014, 14:10 Uhr

Für die Umgestaltung und Verschönerung der Reckenfelder Ortsmitte gibt es viele Ideen – die alle Geld kosten. Die Hoffnung, dass das Land Mittel aus einem Fördertopf bereit stellt, hat sich jedoch zerschlagen.
Für die Umgestaltung und Verschönerung der Reckenfelder Ortsmitte gibt es viele Ideen – die alle Geld kosten. Die Hoffnung, dass das Land Mittel aus einem Fördertopf bereit stellt, hat sich jedoch zerschlagen. Foto: res

Landesbauminister Groschek hat die Karten auf den Tisch gelegt. Im Städtebauförderprogramm 2014 tauchen die Namen vieler NRW-Städte und -Gemeinden auf – Reckenfeld jedoch fehlt. Damit tritt das ein, was im Vorfeld bereits befürchtet wurde: Für die Umgestaltung der Reckenfelder Ortsmitte fließen keine Fördergelder (WN berichteten).

Die Begründung kennt Bürgermeister Peter Vennemeyer im Detail nicht, deutlich sei aber, dass es eine Schwerpunktsetzung für jene Projekte gebe, die in die Regionale 2016 im Westmünsterland passen. Hausgemachte Gründe für das Scheitern des Antrages sieht er nicht. „Unter anderen Rahmenbedingungen“ hätte der Antrag für Reckenfeld durchaus Erfolg haben können. Doch die vom ihm bereits im Vorfeld der Antragstellung geäußerte Sorge habe sich nun bestätigt: gegen die Regionale-Übermacht sei nichts zu machen.

Wie enttäuscht ist Vennemeyer? „Ich war von Anfang an nicht besonders optimistisch, dass es gelingen könnte“, sagt der Verwaltungschef. Aus dem Ministerium habe es durchaus auch Signale gegeben, die in eine bestimmte Richtung gedeutet hätten. „Wir haben auf Anraten der Bezirksregierung ja auch einige Dinge im Antrag geändert.“ Das gelte insbesondere für die Aufnahme eines soziokulturellen Zentrums in die Pläne, zu dem die jetzige Sporthalle in der Ortsmitte hätte umfunktioniert werden sollen.

Trotz der Ablehnung aus Düsseldorf werden die Uhren für die Reckenfelder Ortsmitte nun nicht wieder auf Null gestellt, wie Vennemeyer verdeutlichte. Man habe durch das erarbeitete Integrierte Handlungskonzept eine „Roadmap. Wir haben da nicht für die Schublade gewirtschaftet.“ Er persönlich sei froh, dass durch die Beteiligung von Reckenfelder Personen und Gruppen ein Konzept erarbeitet worden sei, dass als Grundlage für alle weitere Bemühungen diene. „Es wäre schön gewesen, die Förderung zu bekommen. Aber auch ohne wissen wir, wo es hingeht.“ Dass es nun kein Geld aus dem „Städtebauförderprogramm NRW 2014“ gebe, müsse im Übrigen nicht das letzte Wort in dieser Angelegenheit sein. „Es gibt ja noch andere Fördermöglichkeiten“, kündigte Vennemeyer an, sich um Alternativen bemühen zu wollen.

206 Städte und Regionen kommen in den Genuss der Förderung, für die insgesamt rund 277 Millionen Euro Zuschüsse fließen. Die Stadt Greven hatte – nach entsprechendem Votum der Politik – im August 2013 den Förderantrag eingereicht, der auf dem Integrierten Handlungskonzept aufbaut. Dieses sieht vor allem den Hauptschul-Abriss, die Bebauung der Ortsmitte-Sportplätze, neue Plätze am Wittlerdamm, den multifunktionalen Umbau der alten Sporthalle und in direkter Nachbarschaft einen Mehrgenerationenpark vor.

Seit Januar 2014 liegen zudem Gestaltungsvorschläge von Osnabrücker Master-Studenten vor, die sich mit Reckenfeld beschäftigt hatten. Zahlreiche kleine und große Maßnahmen aus diesem Ideen-Paket waren von Bürgern und Politikern als wertvolle Anregung aufgenommen worden.

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