Das Back-Up-Rechenzentrum am Hansaring
Kabel für „Fort Knox“

Greven -

Die Sparkasse schließt eines ihrer Rechenzentren. Darum muss das Grevener Back-up-Center ausgebaut werden. Und darum werden nun für „Fort Knox“ zusätzliche Datenkabel verlegt.

Mittwoch, 12.11.2014, 19:11 Uhr

Ein mal Klick und schon steht ein Mitarbeiter des Rechenzentrums vor dem Fotografen und fragt, was er da denn macht. Denn die Umgebung rund um das Zentrum, das derzeit vergrößert wird, ist videoüberwacht.
Ein mal Klick und schon steht ein Mitarbeiter des Rechenzentrums vor dem Fotografen und fragt, was er da denn macht. Denn die Umgebung rund um das Zentrum, das derzeit vergrößert wird, ist videoüberwacht. Foto: Peter Beckmann

Es erinnert schon ein wenig an Fort Knox , das Lager für die Goldreserve des Schatzamtes der Vereinigten Staaten. Gold liegt in dem Gebäude am Hansaring allerdings nicht. Trotz allem ist das fensterlose Gebäude von einem Zaun, versehen mit Stacheldraht, umgeben und wird videoüberwacht. Nirgendwo steht ein Hinweisschild, was sich hinter den Mauern verbirgt. Und: „Es ist nicht gerade unser Lieblingsthema“, erklärt Michael Heinemann , Pressesprecher der „Finanz Informatik“, einem Unternehmen der Sparkassenfinanzgruppe. Womit man der Funktion dieses Gebäudes schon näher kommt. Es ist das Rechenzentrum der Sparkassen.

Um genau zu sein: Eines von dreien. Um noch genauer zu sein: Das Back-Up-Rechenzentrum des Rechenzentrums in Münster. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Denn in diesen Rechenzentren werden natürlich hochsensible Daten verwaltet, eben alles, was so in einer Bank passiert. Und die dürfen im Fall einer Katastrophe natürlich nicht verloren gehen. Deshalb gibt es neben dem Rechenzentrum mit Sitz in Münster (Zentrum Nord) noch dieses in Greven – zur Sicherheit.

Wie gesagt: Die Sparkassen haben drei dieser Doppel-Rechenzentren – noch. Denn eines dieser drei soll geschlossen werden, die in Hannover und Münster bleiben bestehen. Und deshalb wird derzeit das Rechenzentrum in Greven erweitert und auf vielen Straßen – momentan am Grünen Weg – so viel gebuddelt. Denn: Wo mehr Daten fließen, müssen auch mehr Datenkabel verlegt werden. Denn zwischen dem „Mutter-Rechenzentrum“, dem Back-Up-Rechenzentrum am Hansaring und den Sparkassenfilialen – das sind momentan rund 5000 – werden jede Mange Daten hin und her geschickt.

Und natürlich benötigt so ein Hochsicherheitsrechenzentrum natürlich auch mehr Strom. Schließlich stehen dort jede Menge Rechner, Server und Festplatten, die die Daten von etwa 55 Millionen Konten verarbeiten. Jedes Jahr werden allein in Greven rund 30 Milliarden Transaktionen durchgeführt – so die Informationen auf der Homepage. Und: Das alles wird noch deutlich mehr.

Aber genaue Zahlen, damit hält sich das Unternehmen „Finanz Informatik“ der Sparkasse doch lieber bedeckt. Wie gesagt: „Es ist nicht gerade unser Lieblingsthema“, wie Heinemann sagte.

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