Wagenbau für Kinderprinzen
Für einen unvergesslichen Tag

Reckenfeld -

Da das Kinderprinzenpaar, das die jungen Narren des gesamten Stadtgebiets regiert, in diesem Jahr aus dem KaKiV kommt, haben sich die Wagenbauer beschlossen, einen ihrer beiden Wagen für das Kinderprinzenpaar und deren Elferrat herzurichten.

Freitag, 30.01.2015, 15:01 Uhr

Letztes Jahr eine rollende Disco, nun ein orientalischer Palast: Die Wagenbauer geben auf der Zielgeraden Gas, damit das prächtige Gefährt am Umzugstag fertig ist.
Letztes Jahr eine rollende Disco, nun ein orientalischer Palast: Die Wagenbauer geben auf der Zielgeraden Gas, damit das prächtige Gefährt am Umzugstag fertig ist. Foto: Rosemarie Bechtel

Das neue Grevener Kinderprinzenpaar Lutz (Wenselowski) und Louisa (Kannenbäumer) steht in den Startlöchern und wartet darauf, die offiziellen Insignien zu erhalten. Sie wollen endlich regieren. Doch da müssen sie sich noch bis zu Kinderkarnevalssitzung am 8. Februar in der Walgenbachsporthalle gedulden.

Weniger Geduld, dafür aber tatkräftiger Einsatz ist von den Wagenbauern des KaKiV gefordert. Da das Kinderprinzenpaar, das die jungen Narren des gesamten Stadtgebiets regiert, in diesem Jahr aus dem KaKiV kommt, haben sich die Wagenbauer überlegt, einen ihrer beiden Wagen für das Kinderprinzenpaar und deren Elferrat herzurichten.

Für Kinder soll es ein kindgerechtes Motto sein. Da passt das ausgewählte Wagenmotto: „Märchen aus 1001 Nacht“ super. Im vergangenen Jahr war dieser Wagen eine rollende Disco mit Glitzerkugel und passendem Outfit. Für das nun nötige orientalische Aussehen wurden der Wagen mit hellem Stoff bespannt und blaugoldene Zinnen aufgemalt. Als besonderer Effekt werden grobe Sägespäne aufgeklebt. Dazu kleistert der noch amtierende KaKiV- Prinz Detlef Rautenstrauch die Stoffbespannung ein, und Präsident Dirk Wenselowski wirft Hand um Hand voller Sägespäne an die Stoffwand. Oben auf dem Wagen prangt bereits eine riesige Kuppel, von der dann das Kinderprinzenpaar beim Umzug am 15. Februar auf die Narren herabschauen und Kamelle werfen kann.

In einer anderen Ecke der Lehmkuhl’schen Werkstatt schmiert Sonja Kannenbäumer, die Mutter der kleinen Prinzessin, mit bloßen Händen Kleister auf aus Draht vorgeformte Zinnen. Lage um Lage Zeitungspapier (WN und GZ!) werden dann aufeinandergelegt, bis eine stabile Zinnenform entstanden ist. Auch diese werden, wenn sie getrocknet sind, blau und golden angestrichen. Echt orientalisch eben.

Diese Zinnen müssen dann noch auf dem Wagen befestigt werden, so dass ein richtiger orientalischer Palast entsteht. Im vergangenen Jahr holten die KaKiVler mit ihrer Discokugel einen ersten Preis. Die Wagenbauer sind ehrgeizig und wer weiß: Vielleicht schafft es in diesem Jahr der Kinderprinzenwagen auch weit nach vorne. Aber, auch das wissen die Wagenbauer: Die anderen Vereine haben auch gute Ideen.

Für ein perfektes Gesamtbild wird der orientalische Palast von einer passend gekleideten Fußgruppe begleitet. Also werden auch noch Kostüme genäht. Viele Helfer sind für diesen einen Umzugstag im Einsatz. „Aber es macht Spaß, es ist ein tolles Miteinander“, betont Dirk Wenselowski, Vater des neuen Kinderprinzen.

Der KaKiV fährt zudem mit dem Gesellschaftswagen mit, auf dem das KaKiV-Prinzenpaar stehen wird. Doch der muss zum Glück nur noch auf das Fahrwerk aufgesetzt werden. Es geht in die heiße Phase des Karneval und dass der ganze Aufwand, der dafür betrieben wird, auch noch Spaß macht, das können eben nur echte Narren verstehen.

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