Greven vor 25 Jahren
Als die Sozis in Gimbte aufmuckten

Ganz schwarz war Gimbte vor 25 Jahren. Doch dann kamen die „Sozen“ mit einer Initiative, die Bürgermeister Hubert Binder anstieß.

Sonntag, 15.03.2015, 05:03 Uhr

Abriss und Neubau: Hätten die Beteiligten vor 25 Jahren gewusst, dass sich aus diesen Neubauplanungen eine schier unendliche Baugeschichte entwickeln würde, sie hätten wohl die Finger davon gelassen. An der Martinistraße, schräg gegenüber der Eisdiele Gregori stand zu jener Zeit ein giebelständiges eingeschossiges Klinkerhaus. Schuhe verkaufte Erich Sahle ebendort. Den Neubau zwischen dem Café Berlage und der Besitzung Dahlhoff plante das Architekturbüro Bitter. Doch die Sahle-Bitter-Connection scheiterte an den Einsprüchen der lieben Nachbarn, mit denen sich in der Nachfolge auch Architekt Alfons Schlüter herumschlagen durfte. Erst mehr als zehn Jahre später konnte die Lücke an dieser Stelle wieder gefüllt werden.

DDR-Partnerstadt: Etliche hatten die Idee einer Partnerschaft mit einer ehemaligen DDR-Stadt in die Diskussion gebracht. Gerne wolle man Hilfe leisten. Das allein sei aber kein Grund für eine Partnerschaft, argumentierte SPD-Ratsherr Walter Lichterbeck unterstützt von Willi Krachten (FDP): „Wir kämen doch auch nicht auf die Idee, eine Partnerschaft mit Aurich abzuschließen“, verwies er auf den gesamtdeutschen Aspekt.

Gimbte ein CDU-Reich: Ganz schwarz war Gimbte vor 25 Jahren. Doch dann kamen die „ Sozen “ mit einer Initiative, die Bürgermeister Hubert Binder anstieß. Einen eigenen Ortsverein möge man gründen, so sein Vorstoß. Und im März war es dann so weit: 14 Köpfe bildeten einen Vorstand. Erster Ortsvereinsvorsitzender wurde Lothar Wenning. Mit im SPD-Vorstand auch bereits Theo Große-Wöstmann, heute Vorsitzender des Bezirksausschusses.

Einwohnerzahl: Die Stadt wächst und wächst und wächst, schon damals. Erstmals leben über 30 000 Einwohner in Greven . Fast zehn Prozent davon sind TVE-Mitglieder. 2688 Grevener turnen, sprinten, schwimmen, springen unterm Dach des TVE, der heute immer noch eine stattliche Zahl von 1500 Mitgliedern ausweist. Eine Personalie am Rande: TVE-Präsident Günter W. Denz ist seit 40 Jahren im Verein, darf ergo in diesem Jahr seinen 65. Vereinsgeburtstag feiern.

Warten auf den Aufzug : Das ist so eine Sache mit den Staatsunternehmen. Projekte dauern und dauern. Das merkten Bahnnutzer in jüngster Vergangenheit beim Aufzug auf dem erhöhten Bahnsteig, das schloss Menschen mit Behinderung vor 25 Jahren vom Besuch der alten Post ab. Lieferschwierigkeiten und Umbauprobleme sorgten für eine Verspätung von über neun Monaten.  Ulrich Reske

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