Jahresversammlung des Wirtschaftsforums
Mitgliederschwund beklagt

Greven -

Neuer Wifo-Chef ist Bernard Hillebrand. Vorgänger Klaus Struffert wählte die Wifo-Versammlung zum neuen Vize. Clou dabei: Im kommenden Jahr wird Struffert erneut Präsident. Wichtiges Thema fürs Wirtschaftsforum ist ein leichter Mitgliederschwund. Neue Konzepte sollen erarbeitet werden.

Mittwoch, 18.03.2015, 17:03 Uhr

Sie geben dem Wirtschaftsforum ein Gesicht (von links): Andrea Lüke, Klaus Struffert, Bernard Hillebrand, Roland Bendig und Dietmar Dertwinkel.
Sie geben dem Wirtschaftsforum ein Gesicht (von links): Andrea Lüke, Klaus Struffert, Bernard Hillebrand, Roland Bendig und Dietmar Dertwinkel. Foto: res

Das Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel auf Entscheiderebene beim Wirtschaftsforum ist seit Dienstagabend um eine Variante reicher. Dass Bernard Hillebrand neuer Vorsitzender werden würde, war bereits seit einem Jahr klar, denn beim Wifo ist der Stellvertreter stets der Vorsitzende des folgenden Jahres. Klar ist damit auch, dass der neu gewählte Stellvertreter der prädestinierte nächste Vorsitzende sein wird. Und da wartete der neue Wifo-Chef Bernard Hillebrand mit einer Überraschung auf: „Als stellvertretenden Vorsitzenden schlage ich Klaus Struffert vor.“ Der gerade scheidende Vorsitzende wird neuer Stellvertreter? Schmunzeln im Saal, Lächeln im Vorstand, einstimmig angenommen. Die Begründung für die ungewöhnliche Variante lieferte das Wifo-Vorstandsteam, das ergänzt wird durch Andrea Lüke, nach. Gern wolle er die nach Satzungsänderung mögliche zweite Amtszeit anpeilen, um Aufgaben fort zu führen, gegebenenfalls auch Fehler aus dem ersten Wifo-Jahr zu korrigieren, erklärte Stuffert. Bernard Hillebrand selber hätte allerdings bei einer direkten Verlängerung von Strufferts Amtszeit vier Jahre im Vorstand arbeiten müssen. Ein Aufwand, der mit seiner Arbeit im kleinen Team des Architekturbüros nur schwer zu vereinbaren gewesen wäre, begründete er die neue Variante.

Durchaus kritisch setzte sich die Wifo-Versammlung am Dienstagabend im Hotel Stegemann in Westladbergen mit der eigenen Rolle auseinander. „Einen kleinen Mitgliederschwund “, konstatierte Schatzmeister Dietmar Dertwinkel. Das Wifo schaffe es derzeit nicht, Abgänge aus dem Wifo wieder durch Neuaufnahmen zu kompensieren. Genau das ist auch Thema des noch internen Papiers „Fit für die Zukunft“, das im April in der Wifo-Runde diskutiert werden soll. „Man kann einiges besser machen“, erklärte Klaus Struffert und versprach, einiges auf den Prüfstand zu stellen.

Für Bernard Hillebrand ist der Wert des Wifo kaum hoch genug einzuschätzen: „120 Entscheider – das bedeutet 1000 Jahre Management- und Wirtschaftserfahrung, die wir einbringen müssen.“ Impulse zu geben, sieht er als wichtige Aufgabe an, und erinnerte in diesem Zusammenhang an die Umgestaltung des Niederorts, die eben durch das Wifo erst angeschoben wurde. „Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es der Stadt auch gut“, resümierte der neue Wifo-Chef. Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurden Roland Bendig als Schriftführer und Dietmar Dertwinkel als Schatzmeister wiedergewählt.

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