Friedhof
Bestattungskultur ändert sich

Reckenfeld -

Mit der Fridhofskommission ist die WN-Mitarbeiterin unterwegs und stellt fest: Die Bestattungskultur ändert sich.

Freitag, 17.04.2015, 17:04 Uhr

 
  Foto: ros

Der große Sturm und das Unwetter vom vergangenen Jahr verschonte auch an einigen Stellen die Friedhöfe nicht. Das zeigte sich besonders an den Pfarrergräbern auf dem katholischen Friedhof in Reckenfeld.

Die Grabstelle, auf der unter dem großen Kreuz vier Pfarrer beigesetzt sind, machte in der Vergangenheit keinen ansprechenden Eindruck. Darauf haben Heinz Jürgen Schölzke und Richard Wewer von der Reckenfelder Friedhofskommission hingewiesen. Sehr zur Freude der beiden Herren hat jetzt Hendrik Schlott , als zuständiger Gärtner der Großgemeinde St. Martinus, für die Neugestaltung dieser Pfarrergrabstelle mit einer Neubepflanzung gesorgt.

Golderdbeere, Storchenschnabel, Taglilie, Segge und eine junge Rotbuche zieren neben der neuen Einfassung jetzt die Grabstelle. Richard Wewer, der hier ständig nach dem Rechten schaut, verweist darauf, dass unter dem Kreuz noch drei Grabstellen für Pfarrer frei sind.

Die Bestattungskultur hat sich im Laufe der vergangenen Jahre sehr geändert. Statt großer Familiengräber, die es auf dem Friedhof natürlich auch gibt, nimmt die Urnenbestattung im Einzelgrab oder auch dem Rasengrab mehr und mehr zu. Anders als auf den Einzelgräbern dürfen auf Rasengräbern keine Blumen und anderer Schmuck stehen. „Das haben viele noch nicht so realisiert. Wenn dann die Gärtner mit den Rasenmähern kommen, müssen sie erst alles wegstellen“ erklärt Richard Wewer.

Während es für diese Urnenrasengräber eine Stele gibt, an der Angehörige Blumen und Kerzen hinstellen können, fehlt so eine Stele bei den Rasengrabstellen, wo Erdbestattungen möglich sind. „Doch hier soll demnächst auch eine Stele aufgestellt werden, damit Angehörige dort Blumen oder eine Kerze lassen können“, erklärt Heinz Jürgen Schölzke.

Immer wieder sieht man auf den Reckenfelder Friedhöfen freie Flächen, wo nur noch ein oder zwei Gräber mittendrin zu sehen sind. Ganz besonders deutlich wird das auf dem evangelischen Friedhof an der Bahnhofstraße. Bei evangelisch hakt Heinz Jürgen Schölzke gleich ein und weist darauf hin, dass dort nicht nur Evangelische begraben werden können. Um den Friedhof an der Bahnhofstraße für Bestattungen attraktiver zu machen, sei hier die Einrichtung eines Gemeinschaftsgrabes geplant.

So eine Gemeinschaftsgrabstelle gibt es bereits auf dem Friedhof an der Saerbecker Straße in Greven. Für Angehörige fallen bei dieser Art Bestattung keine Pflegearbeiten an, da diese Stelle von den Gärtnern gepflegt wird. Blumen, Bäume und Bänke laden dann zum Verweilen an den Grabstellen ein. Eine gute Maßnahme, die überlegt wurde und dazu beitragen kann, dass der Friedhof an der Bahnhofstraße wieder mehr genutzt wird, sind sich Schölzke und Wewer einig.

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