Junge Grevener vor Gericht
Zwei Schlägereien mit Beleidigung

Greven -

Zwei junge Grevener waren jetzt wegen zwei Schlägereien und wegen Beleidigung von Polizeibeamten vor Gericht. Weil ein wichtiger Zeuge, ein Grevener Wirt, nicht erschienen war, konnte noch kein Urteil verkündet werden.

Donnerstag, 25.06.2015, 14:06 Uhr

Mit den Auswirkungen von „Halloween“ auf der Bergstraße in Greven am 1. November 2014 hat sich am Mittwoch das Jugendschöffengericht in Rheine befasst. Zwei 16 und 18 Jahre alte Angeklagte standen wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung vor Gericht. Sie sollen den Wirt einer Gaststätte zu Fall gebracht und getreten haben. Als ein weiterer Zeuge sich eingemischt hat, soll der 16-Jährige auch diesen verprügelt haben. Laut Anklage erlitt er eine Platzwunde. Weil der Wirt gestern nicht als Zeuge erschien, wurde der Prozess nach gut einer Stunde vertagt. Das Gericht schickte zunächst die Polizei los, ihn zu holen. Als die Beamten erfolglos waren, wurde der Termin ausgesetzt. Der Richter legte dem Gastronomen 300 Euro Ordnungsgeld auf.

Dem 16-Jährigen Beschuldigten warf die Staatsanwaltschaft außerdem Körperverletzung und Beleidigung der Polizei am 6. August nachts am Hallenbad vor. Mehrfach soll er einem Gegner ins Gesicht getreten und die Beamten als Bastarde bezeichnet haben. Eines der Opfer hatte eine Verletzung an der Hüfte erlitten, „weil ich in eine Glasscherbe gefallen bin“, wie der 17-jährige Azubi aus Greven als Zeuge sagte. An Einzelheiten konnte er sich nicht erinnern: „Ich habe einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen, Freunde haben mich weggezogen“. Als er gehen wollte, habe er Tritte ins Gesicht bekommen.

Wegen der Schlägerei am Hallenbad sagte ein Polizist: „Da war eine Vielzahl angetrunkener Jugendlicher. Sie machten diverse Angaben über Schlägereien. Als sie den 16-jährigen Angeklagten nach seinem Ausweis fragten, sei er „sehr aggressiv“ geworden, so dass sie ihn auf die Motorhaube ihres Streifenwagens gedrückt und ihm Handschellen angelegt hätten. „Deswegen habe ich sie als Bastarde beschimpft“, räumte der Jugendliche ein.  Der Prozess wird fortgesetzt

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