Zweites Bieterverfahren für insolvente Krankenhäuser / Keine Lösung vor dem Herbst
Externes Team sucht neuen Träger

Borghorst/Greven -

Ein Expertenteam sucht neue Geldgeber. Dies geht aus einer Mitarbeiterinformation hervor, die gestern in Borghorst und Greven veröffentlicht wurde. Der Kaufmännische Geschäftsführer Ulrich Scheer rechnet nicht damit, dass der Prozess vor dem kommenden Herbst abgeschlossen werden könne.

Montag, 13.07.2015, 19:12 Uhr

Ein externes Experten-Team kümmert sich um die Suche nach Investoren. Für die Mitarbeiter heißt das weiter bangen.  
Ein externes Experten-Team kümmert sich um die Suche nach Investoren. Für die Mitarbeiter heißt das weiter bangen.   Foto: Jens Keblat

Ein Team von Experten einer externen Dienstleistungsgesellschaft, das sich in der Gesundheitsbranche auskennt, kümmert sich im zweiten Bieterverfahren um die Suche nach Geldgebern für die insolvente Marienhospital Münsterland GmbH. Dies geht aus einer Mitarbeiterinformation hervor, die gestern in Borghorst und Greven veröffentlicht wurde. Der Kaufmännische Geschäftsführer Ulrich Scheer rechnet nicht damit, dass der Prozess vor dem kommenden Herbst abgeschlossen werden könne.

Das Team, so heißt es in der Hausmitteilung, werde auf breiter Basis mögliche Investoren ansprechen. Parallel dazu werde das Datenmaterial, das sich potenzielle Interessenten nach Abgabe eines unverbindlichen Angebotes anschauen dürfen, entsprechend der neuen Situation nach der Schließung des Krankenhauses in Emsdetten vorbereitet. Auf Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsprüfung sollen ernsthafte Investoren innerhalb einiger Wochen verbindliche Angebote vorlegen, erläutert Scheer das weitere Prozedere. Der Gläubigerausschuss werde entscheiden, mit welchen potenziellen Trägern endverhandelt werde.

Scheer dankt in der Hausmitteilung allen Mitarbeitern für ihr Engagement: „Je erfolgreicher wir diesen eingeschlagenen Weg fortsetzen, desto größer werden die Aussichten auf ernsthafte, seriöse neue Eigentümer.“

Die Mathias- und die St.-Franziskus-Stiftung können sich auch an dem zweiten Bieterverfahren beteiligen, so der Geschäftsführer in seinen Erläuterungen. Für das Insolvenzverfahren der Ckt-Dienstleistungs GmbH bedeuten die aktuellen Entwicklungen keine Veränderungen. Die beiden Krankenhäuser in Borghorst und Greven werden weiterhin mit der Gesellschaft zusammenarbeiten.

Rückblickend schaut Ulrich Scheer noch einmal auf die gescheiterten Vertragsverhandlungen mit den beiden katholischen Stiftungen: „Das hätten wir Ihnen und uns gerne erspart.“ Nach fünf Monaten intensiver Gespräche hätten erst am Vorabend der Gläubigerversammlung zwei Angebote vorgelegen, die für eine Übernahme von Borghorst und Greven die Schließung des Standortes Emsdetten vorausgesetzt haben. Das Ergebnis ist bekannt.

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