Greven vor 25 Jahren
Umzug, Neubau und Einweihung

Wie man mit Umbrüchen fertig wird, das zeigte Deutschland vor 25 Jahren, als die neuen Bundesländer integriert werden mussten. Damals leisteten auch zwei Grevener aus der Stadtverwaltung „Entwicklungshilfe“.

Samstag, 26.09.2015, 19:09 Uhr

Vor 25 Jahren plante die Stadt, den Bauhof umzusiedeln. Geklappt hat es bekanntlich bis heute nicht.
Vor 25 Jahren plante die Stadt, den Bauhof umzusiedeln. Geklappt hat es bekanntlich bis heute nicht. Foto: Peter Beckmann

Früher hieß er Baubetriebshof oder ganz einfach Bauhof . Dann war es der BEG und jetzt ist die offizielle Sprechweise TBG. Bleiben wir beim Bauhof, so kennen ihn alle. Der hat seinen Standort an der Saerbecker Straße, und das schon seit vielen Jahren. Vor 25 Jahren wurde kräftig geplant, den Bauhof an andere Stelle neu zu bauen. „Der platzt aus allen Nähten“, hieß es damals. Und das könnte auch heute noch so getitelt werden. Die Pläne damals waren ambitioniert. Planung und Grunderwerb sollten 1991erledigt werden, mit dem Bau 1992 begonnen und Ende 1993 sollte der neue Bauhof eröffnet werden. Wo der hin sollte, wurde aber nicht verraten. Ist ja auch egal. Denn daraus geworden ist bekanntlich nichts. Aber vielleicht demnächst, wenn Greven einen Wertstoffhof bekommt.

Entwicklungshilfe “ leisteten zwei Mitarbeiter der Stadtverwaltung vor 25 Jahren. Konrad Dömer, damals Leiter des Jugendamtes und inzwischen Pensionär, und Wolfgang Beckermann , damals im Hauptamt der Stadtverwaltung für Organisation zuständig und heute Erster Beigeordneter und Kämmerer in Personalunion, reisten nach Altentreptow und Neukalen, zwei kleine Städte in der ehemaligen DDR. Ihre Aufgaben: Hilfe bei der Neustrukturierung der Stadtverwaltungen. Und beide waren sich einig: „Es gibt dort praktisch keinen Bereich, der besser geregelt wäre als hier“, sagten die „Besser-Wessis“. Den beiden folgte der damalige Kämmerer Norbert Schlüpmann, der einen Monat später in die ehemalige DDR reiste.

Die Stadtbücherei als Nachfolgerin der katholischen Bücherei wurde am 1. Oktober 1990 an der Kirchstraße feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Architekt Dieter Binder überreichte den Schlüssel an Bürgermeister Hubert Binder. Den Festvortrag hielt der Schriftsteller Tilman Röhrig. Und der führte die Besucher der Eröffnung „in höhere geistige Sphären“, so der damalige Berichterstatter. Sein Resümee: „Die Stadtbibliothek ist die Zelle des kulturellen Lebens in Greven.“

Über Zufälle wurde hier schon oft geschrieben, hier der nächste: Genau vor 25 Jahren beschloss der Rat die Begegnungsstätte im Hansaviertel größer zu bauen, als ursprünglich geplant – 400 statt 240 Quadratmeter Nutzfläche. „Für eine vernünftige Arbeit mit Jugendlichen und Senioren ist das unbedingt notwendig“, begründete SPD-Ratsherr Walter Lichterbeck damals.

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