Asphaltierung des Marienfriedweges abgelehnt
Sicher zum Ententeich?

Reckenfeld -

Die Erreichbarkeit des „Ententeiches“ am Marienfriedweg war in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses ein vieldiskutiertes Thema. Ausgangpunkt war ein Antrag der Fraktion „Reckenfeld direkt“, die gefordert hatte, das Mittelstück der Marienfriedstraße zu asphaltieren. Dieser Antrag wurde abgelehnt.

Montag, 28.09.2015, 17:09 Uhr

Einigermaßen naturbelassen und daher für Nutzer von Rollatoren und Rollstühlen nur schwer nutzbar: Der mittlere Teil des Marienfriedweges bleibt dennoch, wie er ist.
Einigermaßen naturbelassen und daher für Nutzer von Rollatoren und Rollstühlen nur schwer nutzbar: Der mittlere Teil des Marienfriedweges bleibt dennoch, wie er ist. Foto: oh

Was ist es wert, dieses Kleinod zwischen den Blöcken, wenn es von vielen gar nicht erreicht werden kann? Und was müsste man investieren, um das lauschige Plätzchen zugänglich zu machen?

Die Erreichbarkeit des „ Ententeiches “ am Marienfriedweg war in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses ein vieldiskutiertes Thema. Ausgangpunkt war ein Antrag der Fraktion „ Reckenfeld direkt“, die gefordert hatte, das Mittelstück der Marienfriedstraße zu asphaltieren. Das Regenrückhaltebecken erfreue sich gerade bei Bewohnern der beiden Altenheime großer Beliebtheit, diese jedoch täten sich schwer, den Weg zu benutzen, wenn sie auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind. Ähnlich der Lösung auf dem Kirchplatz reiche es, einen schmalen Streifen zu asphaltieren, damit die älteren Menschen das Naherholungsgebiet sicher rund bequem erreichen könnten, argumentierte Ernst Reiling .

Aloys Wilpsbäumer, bei der Stadtverwaltung für die Infrastruktur zuständig, gab zu bedenken, dass eine halbseitige Asphaltierung unweigerlich dazu führe, dass an der Kante Schäden auftreten. Seine Empfehlung: Ganz oder gar nicht asphaltieren. Seine Präferenz war – auch mit Blick auf die Kosten – klar: „Es müsste eigentlich reichen, wenn wir das regelmäßig instand setzen.“ Der befestigte Weg sei in seinem jetzigen Zustand „ohne weiters zu akzeptieren“.

Die Asphaltidee stieß nicht bei allen Ausschussmitgliedern auf Gegenliebe. Franz-Josef Holthaus (CDU) bekannte: „Wir müssen doch nicht alles zukleistern. Das sollten wir uns nicht antun.“ Und Fraktionskollege Andreas Hajek bekräftigte, dass man den Teich aus allen Richtungen auch ohne komplette Asphaltierung des Marienfriedweges gut erreichen könne. Bernhard Sebastian (Grüne) verwies nicht nur auf die Versiegelung der Fläche, sondern auch auf die Kosten, die kaum absehbar seien. Greven habe derzeit schlicht andere Probleme vor der Brust. „Wir schaffen es derzeit nicht, jeden popeligen Weg mit Asphalt herzurichten.“

Der Reiling-Antrag fand letztlich keine Mehrheit. Gleiches gilt für Olaf Wirls Forderung, die Zufahrt vom Moorweg mit Pollern zu beschränken – genau wie es jetzt schon auf der anderen Seite praktiziert wird, um Pkw an der Durchfahrt zu hindern. An der Marienfriedstraße bleibt somit erstmal alles wie gehabt.

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