„Crash&Oh“ im evangelischen Gemeindehaus
Die Extraportion Feierlaune

Reckenfeld -

Gassenhauer, aber auch tiefmelancholische Songs hatten die Band „Crash&Oh“ im Gepäck bei ihrem Folk-Konzert im Gemeindehaus.

Sonntag, 08.11.2015, 14:11 Uhr

Von Gassenhauer bis melancholischen Weltschmerzliedern hatte „Crash&Oh“ die ganze breite irischer Folkmusik im Gepäck.
Von Gassenhauer bis melancholischen Weltschmerzliedern hatte „Crash&Oh“ die ganze breite irischer Folkmusik im Gepäck. Foto: Stefan Bamberg

Für Sybille hatten sie schon gesungen. Und schließlich, kurz nach Mitternacht, bekam auch Jens sein Ständchen. Wann feiert man schon mal unter dem Geschunkel des ganzen Saales in seinen Geburtstag hinein? Die Antwort: Wenn die vier Folker von „Crash&Oh“ ihr Gastspiel im evangelischen Gemeindehaus geben.

Am Freitagabend besuchten Rainer Zinke , Ralf Weihrauch , Jonas Liesenfeld und Wolfgang Hammelmann „ihr“ Reckenfelder Publikum – mit unzähligen irischen Klassikern sowie einer Extraportion Feierlaune im Gepäck. Und eben mit musikalischen Geburtstagsgrüßen für Sybille und Jens, die zeigten, was die im tiefsten Ruhrpott beheimatete Folk-Combo ausmacht: die Nähe zu den Fans. Die kamen abermals zahlreich, was sicherlich auch an einer besonderen Aktion der Gemeinde lag: Die Organisatoren hatten Freikarten für die ehrenamtlichen Helfer in der Flüchtlingsarbeit ausgegeben – als Dankeschön für viele Stunden bürgerschaftlichen Engagements. „Ihr gebt Reckenfeld ein menschliches Gesicht“, unterstrich Pfarrer Uwe Völkel in seinem kurzen Statement.

Auch mehrere Flüchtlingsfamilien mischten sich unters Party-Volk und machten die Bekanntschaft mit frisch gezapftem Guinness . Und natürlich mit Ohrwürmern von der grünen Insel: Hits wie „I‘ll tell me ma“ oder der „Irish Rover“ füllen nach wie vor jede Tanzfläche, zum Song über den „Manchester Rambler“ wurde emsig geschunkelt. Am Ende schmetterten alle zusammen die Kohlenpott-Hymne „Glück auf, der Steiger kommt“. Da fiel es kaum ins Gewicht, dass sich das Konzert im zweiten der drei Blöcke phasenweise ein wenig dahinschleppte, als „Crash&Oh“ zwischenzeitlich auf die Melancholie-Karte setzte.

Durchaus schön, aber scheinbar nicht die allererste Wahl beim Publikum, wie auch Frontmann Rainer Zinke ironisch feststellte: „Ihr mögt wohl mehr die ruhigeren Stücke...“, frotzelte er und wechselte in den Gassenhauer-Modus. Beim „Lord of the dance“ sprangen Ralf Weihrauch und Jonas Liesenfeld mit Akkordeon und Fiddle durch die Reihen – und schon waren wieder alle aus dem Häuschen . . .

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