Presbyter stellen sich vor
Haben Protestanten die Wahl?

Reckenfeld -

Die Reckenfelder Protestanten haben bald ein neues Presbyterium zu wählen. Bei der Gemeindeversammlung am Sonntag warfen die ersten sechs Bewerber ihren Hut in den Ring. Wenn es nach Pfarrer Uwe Völkel und dem Versammlungsvorsitzenden Heinz-Jürgen Schölzke geht dürfen gerne weitere folgen.

Montag, 16.11.2015, 17:11 Uhr

Während Peter Klinge (links) und Heinz-Jürgen Schölzke (rechts) nicht mehr antreten, werfen sechs Kandidaten ihren Hut in den Ring für die Presbyteriumswahlen. Gerhard Schenk, Ilja Kryszat, Bernd Pawelzik, Iris Wiemer und Leonard Backschat (von links) stellen sich zur Wahl. Ob die stattfinden muss, ist eine andere Frage. Noch bis Samstag, 21. November, können weitere Kandidaten vorgeschlagen werden.
Während Peter Klinge (links) und Heinz-Jürgen Schölzke (rechts) nicht mehr antreten, werfen sechs Kandidaten ihren Hut in den Ring für die Presbyteriumswahlen. Gerhard Schenk, Ilja Kryszat, Bernd Pawelzik, Iris Wiemer und Leonard Backschat (von links) stellen sich zur Wahl. Ob die stattfinden muss, ist eine andere Frage. Noch bis Samstag, 21. November, können weitere Kandidaten vorgeschlagen werden. Foto: Stefan Bamberg

Die Rechnung wird womöglich unkomplizierter als gewünscht. Sechs Plätze, sechs Bewerber – so könnte es laufen, wenn die evangelische Gemeinde bald ihr neues Presbyterium wählt. Oder eben auch nicht wählt: Denn wenn es tatsächlich bei nur sechs Kandidaten bleibt, können sich Reckenfelds Protestanten den Gang zur Wahlurne sparen.

Die Wahlen sollen – wie überall im Kirchenkreis Münster – am 14. Februar 2016 stattfinden. Bei der Gemeindeversammlung am Sonntag warfen die ersten sechs Bewerber ihren Hut in den Ring. Wenn es nach Pfarrer Uwe Völkel und dem Versammlungsvorsitzenden Heinz-Jürgen Schölzke geht, dürfen gerne weitere folgen: „Das wäre wünschenswert“, unterstrich Schölzke, der aber weiß: „Die Kandidatensuche gestaltet sich häufig schwierig.“ Bis kommenden Samstag, 21. November, können im Gemeindebüro am Moorweg noch weitere Kandidaten vorgeschlagen werden oder Gläubige sich selbst vorschlagen.

Für alle Fälle haben insbesondere Schölzke und Völkel in den letzten Monaten nach potenziellen Neuzugängen Ausschau gehalten. Und sind fündig geworden. Mit Iris Wiemer und Bernd Pawelzik kündigten zwei Neulinge ihre Kandidatur an. Die Formalitäten sind bereits erledigt: Kandidaten müssen evangelisch sowie mindestens 18 Jahre alt sein, zum Gemeindebezirk Reckenfeld gehören – und im Vorfeld fünf Unterschriften vorlegen.

Für Iris Wiemer ist die Mitarbeit in kirchlichen Gefilden kein Neuland: Die dreifache Mutter ist als Alltagsbegleiterin im Matthias-Claudius-Haus tätig – logisch, dass sie ihre Rolle im Presbyterium schwerpunktmäßig als Ansprechpartnerin für Seniorenarbeit sähe.

Bernd Pawelzik hingegen zieht es aus einem ganz anderen Arbeitsfeld in die Gemeinde: Der 57-jährige Jurist lebt mit seiner Familie seit rund 20 Jahren in Reckenfeld. „Ich finde, es ist an der Zeit, dass ich mich stärker in der Gemeinde engagiere, in der ich mich wohlfühle“, erklärte Pawelzik.

Die anderen vier Bewerber sind bereits Mitglieder des aktuellen Presbyteriums – und möchten dies auch in den nächsten vier Jahren bleiben. Ilja Kryszat (47) etwa ist seit 2004 im Amt, mit dem Schwerpunkt Familie, Frauen und Interkulturelles. Der 26-jährige Leonard Backschat plant, sich weiterhin vor allem dem Bereich Jugend zu widmen, Rita Runge geht als Expertin für Gebäude-Management ins Rennen, Gerhard Schenk (60) beschäftigt sich speziell mit der Verwaltung der Friedhöfe.

Doch: Ein Sitz im Presbyterium bedeutet immer auch eine Gesamt-Verantwortung: „Sie sind das Leitungsgremium der Gemeinde, Sie treffen maßgebliche Entscheidungen“, verdeutlichte Schölzke, der ebenso wie Peter Klinge nicht erneut antreten wird. Nach 20 Jahren Presbyteriums-Tätigkeit möchte Schölzke das Feld „den Jüngeren überlassen“ und würde zudem während der nächsten Wahlperiode die Altersgrenze von 75 Jahren erreichen.

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