Im weißen Rössl
Vom Staub der Zeit befreit

Greven -

Gelunge Premiere im Ballenlager – das Erstlingswerk des Musical-Projekts Greven machte Geschmack auf mehr.

Sonntag, 03.04.2016, 00:04 Uhr

Das Ballenlager wird zur nahezu perfekten Kulisse für das fröhlich daher kommende und vom Staub der Zeit befreite Musical „Im weißen Rössl“
Das Ballenlager wird zur nahezu perfekten Kulisse für das fröhlich daher kommende und vom Staub der Zeit befreite Musical „Im weißen Rössl“ Foto: Axel Engels

„Im weißen Rössl“ nach dem Singspiel von Ralph Benatzky ist nicht nur etwas für die „ältere“ Generation. Seit September des vergangenen Jahres hat sich das Musical-Projekt-Greven intensiv mit den allseits bekannten Melodien beschäftigt. Am Anfang gab es noch nicht einmal Proberäume für die vielen Akteure, aber davon ließ man sich nicht abbringen und fand schließlich im Saal der Josefsklause einen passenden Probenort.

Premiere des Musicals „Im weißen Rössl“

1/13
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels
  • Foto: Axel Engels

„Im weißen Rössl“ unter der Regie von Manuel Jahnke und der musikalischen Leitung von Rudolf Kasper ist die erste Produktion, und was die jungen Musiker und Schauspieler am Samstag auf die Bühne des Ballenlager brachten, verdient schon großes Lob. Denn natürlich kann man von reinen Musikliebhabern keine professionelle Leistung erwarten, war besonders die Aufgabe für den Vocalcoach Febe Homrighausen bei den gesangstechnischen Anforderungen dieses Musicals sehr schwer. Aber was vielleicht an sängerischen Qualitäten durchaus noch ausbaufähig erschien, konnten die jungen Solisten mit Esprit und Leidenschaft vergessen lassen.

Selten erlebt man ein Musical, das so lebendig und spritzig dargeboten wird wie bei dieser Premiere. Das Publikum ließ sich entführen in die farbenfrohe Welt am Wolfgangsee, wo die Zeit irgendwie stehengeblieben scheint und sich alles um die Liebe dreht. Natürlich durften so bekannte Lieder wie „Im weißen Rößl am Wolfgangsee“ und „Es muß was Wunderbares sein“ von Ralpf Benatzky nicht fehlen, auch Robert Stolz mit seinem „Mein Liebeslied muß ein Walzer sein“ und „Die ganze Welt ist himmelblau“ ließen die Herzen des Publikums schneller schlagen. Mit Eileen Floth und Rudolf Kasper waren die Partien der Wirtin Josepha Vogelhuber und des Zahlkellners Leopold Brandmeyer bestens besetzt.

Mit ihrer durchdringenden und im ersten Teil etwas zu schrill ausgesteuerten Stimme verkörperte Ricards Güntner perfekt die Wilhelmine Gieseke, deren Durchsetzungskraft sich keiner im rasanten Geschehen widersetzen konnte. Auch Wolfgang Rudolf-Witrin als Kaiser Franz Joseph II verkörperte ganz das aristokratische Gefüge, das dem Bild der K und K Monarchie perfekt entsprach.

Wenn dann Lieder wie ,,Was kann der Sigismund dafür, daß er so schön ist“ und „Zuschaun‘n kann i net“, sehr einfühlsam von Rudolf Kasper gesungen, im Ballenlager ihren Zauber entwickelten, die Wirtin Josepha Vogelhuber gespielt von Eileen Floth mit ihrem deftigen Geschimpfe nicht zu überhören, die Touristen in spritzigen Ensembleszenen die Bühne bevölkerten, war man in diesen heimeligen Ort im Salzkammergut versetzt. Mit viel Humor, guter Musik und spannender Handlung erklang das Musical „Im weißen Rössl“ wie vom Staub der Zeit befreit.

Das Publikum erlebte nicht ein traditionelles Singspiel, sondern ein wirklich spannendes Musical. Man darf gespannt sein, was sich dieses sympathische Ensemble als nächstes Projekt vornimmt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3906867?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F4849297%2F4849306%2F
So stellt sich die SPD den neuen Hafen-Markt vor
Die Baustelle am Hafencenter liegt still. Nach Vorschlägen der SPD könnte dort anstelle eines großen Supermarktes eine Markthalle entstehen, ohne dass die bereits fertigen Rohbauten abgerissen werden.
Nachrichten-Ticker