Schmutzwasserpumpe vom Förderverein
1200 Liter pro Minute

Reckenfeld -

Der Reckenfelder Löschzug ist jetzt noch besser ausgestattet: Der Förderverein hat ihm eine neue, besonders leistungsfähige Pumpe spendiert.

Dienstag, 03.05.2016, 22:05 Uhr

Schmutzwasserpumpe vom Förderverein : 1200 Liter pro Minute
Foto: ros

„Die ist so stark, die würde sogar Tennisbälle wegsaugen“, erzählt Brandinspektor Olaf Weiß erfreut. Gemeint ist die neue Schmutzwasserpumpe, die der Löschzug Reckenfeld der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Greven, jetzt offiziell vom Förderverein der freiwilligen Feuerwehr Reckenfeld überreicht bekam.

1200 Liter schafft die Pumpe in einer Minute. Damit ist sie sogar noch leistungsstärker als jene, die im neuen Löschfahrzeug LF 10 fest installiert ist. Die Neuanschaffung wird jetzt auf dem älteren Fahrzeug, dem LF 20, fest verlastet, wie es in der Fachsprache heißt.

„Der Förderverein sieht sich den Reckenfelder Bürgern gegenüber in der Verpflichtung, den bestehenden Schutz auszubauen“, sagte Guido Höppener, der die neue Pumpe gemeinsam mit Rabea Kubeczko (Sparkasse) den Kameraden des Reckenfelder Löschzuges überreichte. 1500 Euro steuerte der Förderverein bei, 1000 Euro kamen von der Sparkasse. „Das ist eine wichtige Maßnahme, die wir gerne unterstützen“, sagte Rabea Kubeczko bei der Übergabe. Die Feuerwehr soll so leistungsstark wie möglich sein, dazu gehört die bestmögliche Ausstattung. So ein Hochwasser wie jenes, das 2014 über Greven und Reckenfeld hereinbrach und viele Keller und Hauser unter Wasser setzte, wird sicherlich nicht die letzte Katastrophe gewesen sein, da ist man sich einig. „Trotzdem hoffen wir, dass die Pumpen nicht zu oft zum Einsatz kommen müssen“, meinen die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr.

Dank des Fördervereins konnten schon einige Dinge angeschafft werden die den Kameraden die Arbeit erleichtern oder einen besseren Komfort als die Standardausrüstung bieten. So wurden bessere Technische-Hilfe-Handschuhe und Helmlampen angeschafft. Aber auch für ein gutes Outfit der Feuerwehr gab es schon einen Zuschuss. In diesem traten die Kameraden bei einer Feuerwehrmesse in Erscheinung, wo man sich gemeinsam weiterbildete.

Am 4. Juni geht es in den Kletterwald. „Wir wollen aus dem guten Team ein noch besseres Team machen“, erklärt Höppener. Daher geht es nicht nur in den „Spaß“-Bereich des Kletterwald, sondern in einen gesonderten Teamwald wo die Anforderungen höher sind und Teamarbeit und Vertrauen gestärkt werden. Das kommt den Kameraden dann bei Einsätzen zugute.

Weiterhin gefördert wird alle zwei Jahre ein Besuch im Crash-Test-Center in Wolbeck. „Da haben wir dann die Möglichkeit, an relativ aktuellen Fahrzeugen zu üben“, erläutert Löschzugführer Alfons Walterskötter. An neueren Modellen zu üben sei wichtig, so sei man bei der Rettung von Unfallopfern aus dem neuesten Stand. 50 Prozent der Einsätze entfallen im Übrigen auf Brände, die andere Hälfte macht die technische Hilfe bei Unfällen und Unwetterlagen aus.

Wenn man die Helfer erzählen hört, merkt man: Auch wenn die Einsätze bisweilen alles andere als einfach sind, so haben sie doch alle Freunde daran, Mitmenschen zu helfen. Teamfähigkeit und ein gutes Miteinander werden gepflegt, nur so kann man erfolgreich sein. Damit es auch in Zukunft so bleibt wird der Förderverein weiterhin den Reckenfelder Löschzug unterstützen.

Nicht nur Geld, auch Nachwuchs wird gebraucht. Mit 60 müsse man eigentlich in „Rente“, sagt Burkhard Mattern, „ich konnte bis 63 verlängern“. Die Kameraden werden älter, also ist Nachwuchs dringend gefragt. Interessierte sollen einfach einmal zum Gerätehaus kommen und sich dort informieren.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3978003?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F4849297%2F4849305%2F
Live-Auftritt krönt Teilnahme von Steinfurterin bei „Dein Song“
Finale von Kika-Sendung: Live-Auftritt krönt Teilnahme von Steinfurterin bei „Dein Song“
Nachrichten-Ticker