KI-Chef präsentiert das neue Programm
Koling will und kann

Greven -

Er will. Keine Frage. Nur eine Einschränkung gibt es für Egon Koling: Die Mitglieder müssen es auch wollen. Das vielsagende Lächeln von Geschäftsführer Peter Hamelmann ist in diesem Punkt eindeutig: Die Mitglieder der Kulturinitiative werden am 9. Juni ihren langjährigen Vorsitzenden zur womöglich letzten zweijährigen Amtszeit wählen.

Samstag, 28.05.2016, 07:05 Uhr

Der Flyer fürs Programm der Kulturinitiative musste für dieses Halbjahr verlängert werden. Die vielen Termine stellten Geschäftsführer Peter Hamelmann (links) und Vorsitzender Egon Koling vor.
Der Flyer fürs Programm der Kulturinitiative musste für dieses Halbjahr verlängert werden. Die vielen Termine stellten Geschäftsführer Peter Hamelmann (links) und Vorsitzender Egon Koling vor. Foto: res

Nimmt man das KI-Programm, das KI-Vorsitzender und Geschäftsführer jetzt vorstellten, als Qualitätsmesser der Arbeit, nötigt das den Grevener Kulturfreunden wohl Respekt ab.

Wieder einmal gelingt der Kulturinitative die gute Mischung aus bekannten und neuen Engagements, aus Kassenschlagern, kostspieligen Verpflichtungen und Geheimtipps. Was stets im zweiten Halbjahr Platz findet, ist auch diesmal dort terminiert: Zwei Storno-Termine und Fatty Heirings Rote-Mühle-Party. Da strahlen die Bilanzbuchhalter des Kulturvereins, denn beide Engagements spülen das Geld in die Kasse. Bei Lisa Fitz , der scharfzüngigen Blondine, die nie älter zu werden scheint, und Konstantin Wecker, dem grantelnden Bayern, der Poesie und Polemik wie kaum ein anderer zu vereinbaren weiß, sieht das anders aus. „Teuer, teuer“, unken die Vorständler der KI. Trotzdem wird es funktionieren, weil Grevener Unternehmen als Veranstaltungssponsoren hier in die Bresche springen. „Die schwarze Null unterm Strich ist wichtig,“ sagt KI-Chef Koling und verweist auf die beiden Vorjahre, wo der Verein sich sogar mit einem kleinen Plus aus der Jahresbilanz gezogen hat.

Dabei zeigt sich die KI durchaus risikofreudig, etwa beim Klassik-Open-Air, wo auf großer Bühne große sinfonische Ensembles spielen. Im zehnten Jahr der Veranstaltungsreihe geht die KI zurück zu den Anfängen und hat wieder die Neue Philharmonie Westfalen mit dem durch das Holzbläser-Festival „Summerwinds“ gesponserten Klarinettisten Ege Banaz gebucht. „Aus deutscher Romantik“ lautet das musikalische Thema am Beach. Gäste lockt der Veranstalter in diesem Jahr mit einem Frühbucherrabatt. Wer bis zum 16. Juli die Tickets für das Konzert am 21. August kauft, erhält einen Frühbucherrabatt von immerhin vier Euro.

Für die rund ein Dutzend Termine musste der von unserer Zeitung als Sponsor gedruckte Terminflyer sogar noch um eine Seite verlängert werden.

Mit dem städtischen Engagement geht KI-Chef Egon Koling durchaus kritisch um. Zwar ist er dankbar für städtische Unterstützung in der Form, dass das Ballenlager zur Verfügung gestellt werde. Das „tolle Ambiente“ passe allerdings überhaupt nicht mehr zum technischen Equipment. Das sei in die Jahre gekommen. „Mangelhaft“, macht Koling an diesem Punkt keinen Hehl aus seiner Kritik.

 

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