Anne-Frank-Realschule will ins Guiness-Buch der Rekorde
Kernspaltung mit Mausefallen

Greven -

Die Anne-Frank-Realschule will ins Guinessbuch der Rekorde. Und dafür wiederholt sie ein spektakuläres Experiment, das das Prinzip der Kernspaltung verdeutlicht.

Mittwoch, 08.06.2016, 14:06 Uhr

Ein Screenshot aus dem Weltrekordversuch Kettenreaktionsversuch Mausefallen. So oder so ähnlich wird es am Samstag in der AFR aussehen – wenn denn alles klappt.
Ein Screenshot aus dem Weltrekord-Kettenreaktionsversuch mit Mausefallen: So oder so ähnlich wird es am Samstag in der AFR aussehen – wenn denn alles klappt. Foto: Youtube

Wie kann man Schülern die Kernspaltung erklären? Experimente, wie bei anderen physikalischen Phänomenen fallen aus nachvollziehbaren Gründen aus. Und: Es gibt ja schließlich den Klassiker mit den Mausefallen und den Tischtennisbällen. Den zeigte Karola Bolte , Lehrerin für Mathe und Physik an der Anne-Frank-Realschule, ihren Schülern der zehnten Klasse. Doch was dabei herauskam, damit hatte die Lehrerin nicht gerechnet.

Denn die Schüler waren von der Vorführung so angetan, dass sie so etwas selber versuchen wollten. Aber nicht nur einfach so. Wenn, dann sollte es gleich einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde bringen. Am Samstag wird sich zeigen, ob es klappt.

An diesem Tag werden zehn Schüler im Forum der Schule Mausefallen scharf machen, aufstellen und mit jeweils einem Tischtennisball bestücken. „Sie haben sich vorgenommen, insgesamt 2116 Fallen aufzustellen“, erklärt Karola Bolte. Denn der aktuelle Rekord liegt rund 100 Fallen darunter.

Im Vorfeld mussten die Schüler natürlich erst einmal ihre Abschlussarbeiten schreiben. Dann wurden Sponsoren gesucht. Denn Mausefallen, Tischtennisbälle und Absperrungen, die aufgebaut werden müssen, kosten deutlich über 1000 Euro.

Am vergangenen Freitag wurde der erste Test gefahren, Dienstag der zweite. „Allerdings mit deutlich weniger Fallen“, erklärt Bolte. Logisch, denn das Aufstellen der Fallen wird – so die Berechnung – etwa zehn Stunden dauern. „Das machen die Schüler am Samstag immer abwechselnd, damit sie auch Pausen haben, um sich zu erholen.“ Denn Konzentration ist natürlich gefragt. Eine versehentlich ausgelöste Falle könnte verheerende Folgen haben – siehe Kernspaltung. Und deshalb werden beim Aufbau zwischen den Fallen Absperrwände aufgebaut – vorsichtshalber.

Ob‘s klappt? Wer will, kann die Schüler am Samstag ab 9.30 Uhr bei der Arbeit beobachten.

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