Erziehung muss Grenzen setzen
Konsequent und wertschätzend

Greven -

„Kinder und Jugendliche brauchen Grenzen, Regeln und Rituale. Sie vermitteln Halt und Geborgenheit und geben ein Gefühl der Sicherheit und Orientierung.“ Das ist das Credo des Diplom-Psychologen Thomas Grüner aus Freiburg, der nun einer Einladung der Gesamtschule Greven und des Fördervereins gefolgt ist.

Donnerstag, 23.06.2016, 12:06 Uhr

Thomas Grüner 
Thomas Grüner 

In seinem Vortrag führte er aus, wie man Kindern und Jugendlichen wertschätzend Grenzen setzt und Werte vermittelt und wie man sie motiviert, sich sozial zu verhalten. Grüner gelang es, gängige Erziehungspraktiken zu analysieren und den Zuhörern humorvoll vor Augen zu führen, wir gern wir uns doch ‚Sparmodellen‘ der anstrengenden Arbeit der Grenzziehung zuwenden. Grüner zeigte mehrere „Gelegenheiten“ auf, in Fallen zu tappen. Erziehungsfalle Nummer eins: die Belohnungsfalle. Doch nicht die Belohnung sei entscheidend, sondern die Vorfreude auf eine Anerkennung. „Trainieren Sie die Geduld, nicht die Habgier!“ Grüner fordert, positives Verhalten anzuerkennen. „Wenn Kinder bei positivem Verhalten keine Aufmerksamkeit bekommen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als mit auffälligem Verhalten auf sich aufmerksam zu machen, denn Zuwendung ist genauso überlebenswichtig wie Essen und Trinken.“ Doch negatives Verhalten dürfe sich nicht lohnen. Konsequent, aber menschlich wertschätzend solle man die Erziehung ausrichten. Keinesfalls dürfe das Kind mit seinen Gedanken, Bedürfnissen und Gefühlen abgelehnt werden, um zu verhindern, dass es sich verschließt.

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