Samstagabend in der Moschee
Kennenlernen und Fastenbrechen

Greven -

Suppe, Salat und andere Spezialitäten: Der türkische Kulturverein „DITIB-Ulu Camii Greven“ lud am Samstagabend Vertreter der christlichen Pfarrgemeinden und der Flüchtlingshilfe sowie weitere Ehrengäste zu einem gemeinsamen Fastenbrechen ein.

Sonntag, 26.06.2016, 21:06 Uhr

Insgesamt 250 Besucher kamen am Samstagabend zum Fastenbrechen in die Moschee an der Alten Bahnhofstraße. Unter ihnen auch Pfarrer Klaus Lunemann von St. Martinus und Pfarrer Jörg Witthinrich von der evangelischen Kirchengemeinde.
Insgesamt 250 Besucher kamen am Samstagabend zum Fastenbrechen in die Moschee an der Alten Bahnhofstraße. Unter ihnen auch Pfarrer Klaus Lunemann von St. Martinus und Pfarrer Jörg Witthinrich von der evangelischen Kirchengemeinde. Foto: keb

Bereits seit dem 6. Juni nehmen gläubige Muslime am Fastenmonat Ramadan teil. Erst am 5. Juli endet der Monat mit dem Ramadanfest Bayram. Während dieser Zeit essen und trinken die gläubigen Muslime tagsüber nichts. Den ganzen Tag über kommen sie dann zu gemeinsamen Gebeten in ihrer Moschee zusammen, und auch das traditionelle Fastenbrechen , ein gemeinsames Abendessen nach Sonnenuntergang samt Abendgebet, wird in der Emsstadt an jedem Samstagabend veranstaltet.

Dann kommen Muslime und interessierte Gäste anderer Glaubensgemeinschaft ab 21.30 Uhr in der Moschee zusammen, wie auch am vergangen Samstag: „Seit 15 Uhr haben wir Frauen an dem Menü gekocht“, sagt Selma Eskici . Möglich werde die Zubereitung der Lebensmittel zu den gut sättigenden Portionen durch Spenden innerhalb des Vereins. Auch würden sich immer wieder einzelne Familien bereiterklären, sich stark zu engagieren. So kamen am Samstagabend rund 250 Teilnehmer zum Fastenbrechen zusammen.

Bei Suppe, Salat, Reis, Fladenbrot, Gulasch und zahlreichen weiteren Snacks und dem klassischen Dessert Baklava fand so auch ein Austausch mit geladenen Gästen statt. Pfarrer Klaus Lunemann von St. Martinus und Pfarrer Jörg Witthinrich von der evangelischen Kirchengemeinde sowie die Vertreter der Flüchtlingshilfe, die als Gastgeschenk ein Bild aus dem Kunstprojekt „ Greven bekennt Farbe“ an den DITIB-Vereinsvorstand übergaben, zeigten sich über die Einladung zum Austausch und Kennenlernen sehr erfreut. Selma Eskici: „Eigentlich laden wir schon gar nicht mehr dazu ein, weil alle Grevener eingeladen sind. Einfach reinkommen – hier ist für jeden offen.“

Dies betonten auch Riza Ök und Ömar Özdemir vom Vereinsvorstand. Sie zeigten sich sehr erfreut vom gemeinsamen Miteinander in der Emsstadt.

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