Raiffeisen Bever-Ems
„Wettbewerbswirksam aufgestellt“

Greven/Ostbevern -

77,1 Millionen Euro Gesamtumsatz hat die Raiffeisen Bever Ems erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von 4,4 Prozent – ausgelöst insbesondere durch das stark gesunkene Preisniveau im Energiebereich.

Freitag, 01.07.2016, 18:07 Uhr

Alfred Bockelbeßmann (links)
Alfred Bockelbeßmann (links) Foto: Privat

An Zahlen, Daten und Fakten herrschte auf der vom Aufsichtsratsvorsitzenden Burkhard Schulze Pellengahr geleiteten Generalversammlung der Raiffeisen Bever Ems , zu der auch Greven gehört, wahrlich kein Mangel: Weder beim Blick von Geschäftsführer Martin Walbelder auf die Geschäftsentwicklung in 2015 und 2016, noch bei der Beratung über anstehende Satzungsänderungen und ebenso nicht beim abschließenden, äußerst unterhaltsamen und reich bebilderten Erfahrungsbericht von Gastreferent Hendrik Ruwisch über einen Ackerbaubetrieb in der Ukraine.

Beeindruckt von der Kulisse im proppenvollen Saal der Gaststätte Mersbäumer in Ostbevern zeigte sich Grevens Bürgermeister Peter Vennemeyer. „Was einer nicht schafft, das schaffen viele“, zitierte er den Gründervater Friedrich Wilhelm Raiffeisen in seinem Grußwort. „Das stellen Sie heute wieder eindrucksvoll unter Beweis.“ Lobende Worte in Richtung der Raiffeisen Bever Ems fand auch Mathilde Breuer. „Die Gemeinde Ostbevern freut sich über jedes florierende Unternehmen“, erklärte die Stellvertretende Bürgermeisterin.

Wie sich dieser Erfolg im Geschäftsjahr 2015 niedergeschlagen hat, erläuterte Walbelder. 77,1 Millionen Euro Gesamtumsatz hat die Raiffeisen Bever Ems erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von 4,4 Prozent. Dies sei insbesondere durch das stark gesunkene Preisniveau im Energiebereich zurückzuführen, hieß es dazu im Prüfungsbericht.

Geschäftlicher Schwerpunkt war erneut der Handel mit Futtermitteln. Hier habe man bei der umgeschlagenen Menge deutlich zulegen können, zeigte der Geschäftsführer auf. Insgesamt war das Agrargeschäft durch „volatile Märkte bei Futtermitteln und Getreide gekennzeichnet“, so Walbelder. Diesen Herausforderungen stellt sich die Raiffeisen Bever Ems: „Wir sind sparsam und wettbewerbswirksam aufgestellt“, versicherte der Geschäftsführer.

Exakt 179 307,77 Euro hat die Raiffeisen Bever Ems als Jahresüberschuss erwirtschaftet. Daran werden die 876 Mitglieder nach einstimmigem Beschluss der Versammlung mit einer dreiprozentigen Dividende beteiligt. Zudem werden die Rücklagen gestärkt. „Einstimmig“ hieß es auch bei der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie bei den anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat. In diesen ziehen Burkhard Lütke-Laxen (Gelmer) und Alfred Bockelbeßmann (Telgte) erneut ein.

Derweil gibt es gute Nachrichten über die Standortsuche der Raiffeisen in Greven. Das Unternehmen will alle Betriebszweige zusammen legen und plant dies – zusammen mit dem Betriebshof der TBG und einem möglichen Wertstoffhof – auf dem Grundstück des ehemaligen Edeka-Großlagers an der Straße „Up‘n Nien Esch“. Die Kaufverhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss. „Die Verträge sind aber noch nicht unterzeichnet, werden noch von den Rechtsabteilungen begutachtet“, sagte Walbelder auf Anfrage unserer Zeitung.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4125410?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F4849297%2F4849303%2F
Nachrichten-Ticker