Verregneter Sommer in Reckenfeld
Ägäis statt Ententeich

Reckenfeld -

Der verregnete Sommer geht nicht nur auf die Laune – er geht auch auf Umsätze, beispielsweise beim Eiscafé und der Freilichtbühne. Tipps für Regenflüchtlinge gibt es beim Reisebüro.

Mittwoch, 03.08.2016, 14:08 Uhr

Tote Hose am Ententeich (oben links). Das maue Wetter macht sich in Eisdielen und an der Freilichtbühne bemerkbar. Einziger Ausweg: Spontan Urlaub buchen, etwa auf Kos (Bild unten rechts).  
Tote Hose am Ententeich (oben links). Das maue Wetter macht sich in Eisdielen und an der Freilichtbühne bemerkbar. Einziger Ausweg: Spontan Urlaub buchen, etwa auf Kos (Bild unten rechts).   Foto: dpa (2) / oh / ros

Das Warten auf den Sommer, der noch keiner ist (zumindest nicht in Deutschland ), beschäftigt auch die Reckenfelder. Zum Beispiel Ola Ahmad , Inhaberin des Eiscafés San Remo. „Wenn das Wetter Mist ist, merkt man das natürlich.“ Weniger Gäste, weniger Kugeln – im Eiscafé an der Grevener Landstraße ist nicht viel los. Das persönliche Eis-Defizit gleichen an schönen (bisher allerdings seltenen) Sommertagen manche Kunden wieder aus, indem sie sich eine besonders üppige Portion gönnen. „Die bestellen dann schon mal fünf oder sechs Kugeln“, berichtet die Chefin des Eiscafés. Wenn, ja wenn das Wetter mal mitspielt, sind Klassiker-Sorten wie Vanille ebenso gefragt wie neue Eigenkreationen.

Das eher mäßige Wetter bekommen auch die Aktiven der Freilichtbühne zu spüren. „Ein bisschen merken wir das schon“, bestätigt Geschäftsführerin Petra Niepel . Unter dem Strich seien die Besucherzahlen allerdings noch immer okay. Von dramatischen Einbrüchen sei man weit entfernt. Aber besonders beim Kinderstück wirke sich das unbeständige Wetter durchaus aus: So manche Familie, die spontan einen Ferientag an der Bühne verbringen wollte, bleibe aus, wenn der Himmel die Schleusen öffnet. Doch gänzlich leer bleiben die (überdachten) Zuschauerreihen auch an solchen Tagen natürlich nicht – im Gegenteil. „Für heute Nachmittag haben wir 300 Vorbestellungen“, berichtete Petra Niepel am Mittwoch zufrieden.

Und auch fürs Wochenende gebe es viele hundert Reservierungen. „Wenn das Wetter am Wochenende gut wird, kommen natürlich noch mal deutlich mehr dazu.“ Und – Stand heute – soll das Wochenendwetter durchaus tauglich sein für Freiluftaktivitäten. Das minimiert auch die Gefahr, dass reservierte Karten an Schlechtwettertagen dann doch nicht abgeholt werden – was laut Niepel durchaus vorkommt.

Wer mit ein paar regenarmen Tagen nicht zufrieden ist und stattdessen „richtiges“ Sommerwetter bevorzugt, hat nur eine Alternative: verreisen. Das geht auch kurzfristig. „Wir haben bislang noch für jeden etwas gefunden“, sagt Kerstin Jöris, die an der Grevener Landstraße die „Reiselounge“ betreibt. Das maue Deutschland-Wetter beschert ihr aktuell Mehrarbeit. „Das macht sich durchaus bemerkbar.“ Kunden, die das eher herbstliche Wetter kurzfristig in die Ferne treibt, sind nach ihrer Schilderung kein Einzelfall. „Je wärmer, je lieber“, sei das Motto dieser spontanen Regenflüchter, so Jöris. Was sie da empfehlen kann? „Griechenland ist dieser Tage ein tolles Ziel.“ Klima, Gastfreundschaft und Preis stimmten im „Land der Götter“. Auch Kroatien (und zwar nicht per Anreise mit dem eigenen Auto, sondern per Flugzeug) sei akut ebenfalls sehr beliebt. Auch der Sonnenstrand und der Goldstrand am Schwarzen Meer (Bulgarien) seien eine Überlegung wert. Letztlich hänge das Ziel natürlich auch vom persönlichen Budget ab – und vom Zeitplan. Wer per Kreuzfahrt Reißaus nehmen will, muss schon einige Wochen Vorlauf einplanen. „Innerhalb von drei Wochen kriegen wir auch die AIDA hin.“

Wer jedoch heute für morgen buchen wolle, müsse auf eine Pauschalreise zurückgreifen und hinsichtlich des Zieles etwas flexibel sein.

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