Alte Hauptschule Reckenfeld
Treffpunkt statt Notquartier

Reckenfeld -

Die Notquartiere in der Alten Hauptschule Reckenfeld lösen sich gerade auf: Statt Unterkunft für mehr als ein Dutzend Menschen zu bieten, werden die Klassenzimmer nun zu Räumen der Begegnung für die verbliebenen Bewohner.

Dienstag, 13.09.2016, 10:09 Uhr

Die beengte Situation ist Vergangenheit: Die vier Familien, die sich noch vor wenigen Wochen einen Klassenraum in der alten Hauptschule geteilt haben, haben jetzt alle Privatsphäre.
Die beengte Situation ist Vergangenheit: Die vier Familien, die sich noch vor wenigen Wochen einen Klassenraum in der alten Hauptschule geteilt haben, haben jetzt alle Privatsphäre. Foto: Monika Gerharz

Die Enge, der Mangel an Privatsphäre hat ein Ende: Alle vier Flüchtlingsfamilien, die sich im Frühsommer noch einen einzigen Klassenraum in der Alten Hauptschule in Reckenfeld geteilt haben, haben jetzt mehr Platz. Zwei Familien sind anderswo untergebracht, zwei weitere Familien wohnen noch in der Alten Hauptschule, haben aber jeweils einen Klassenraum für sich.

„Eine dieser Familien möchte im Moment nirgends anders hin“, erläuterte Beate Tenhaken , Fachbereichsleiterin für Bildung, Jugend, Sport, Arbeit und Soziales. Die syrische Familie erwarte, binnen kurzem als Asylsuchende anerkannt zu werden. Dies bedeute, dass sie dann ihren Wohnsitz frei wählen könne. Offenbar habe man eine Wohnung in der Nähe von Verwandten in Aussicht und wolle deshalb nicht vorher noch mal umziehen.

Eine weitere fünfköpfige Familie in der Alten Hauptschule soll eigentlich an den Birkenweg umziehen, denn sie möchte gerne in Reckenfeld bleiben. Leider werde diese Möglichkeit nicht so schnell wie erwartet realisiert werden können. „Das Haus muss kernsaniert werden“, sagt Tenhaken. Darum gebe es nun Überlegungen, der Familie eine Unterkunft an der Hüttruper Straße anzubieten. „Da muss man sehen, wie es dann mit den Kindern geht“, weist Tenhaken darauf hin, dass ein Umzug von Reckenfeld nach Greven und vielleicht wieder zurück nicht ideal sei.

Auf längere Sicht jedenfalls sollen die großen Klassenräume in der Alten Hauptschule, die als Notquartier hergerichtet waren, nicht mehr mit Flüchtlingen belegt sein. „Wir planen dort Räume der Begegnung“, sagt Tenhaken. Sie sollen den Asylsuchenden, die im umgebauten (Neubau-)Teil der Hauptschule leben, zur Verfügung stehen und die Lebenssituation etwas angenehmer machen. Aber sie werden auch strategische Reserve bleiben, falls die Flüchtlingszahlen wieder steigen sollten. Tenhaken: „Wir müssen einen solchen Puffer immer mitdenken.“

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