Sportstätten-Bedarfsplan
„Hohe Priorität“ für Reckenfeld

Greven/Reckenfeld -

Die Stadt will einen Sportflächenbedarfsplan erstellen lassen. Ein zentraler Punkt dabei wird das Thema Ortsmitte Reckenfeld sein.

Donnerstag, 17.11.2016, 18:11 Uhr

Aktuell wird ein so genannter Sportflächenbedarfsplan erarbeitet. Er soll auch ein Konzept für die Verlagerung der Sportplätze aus der Ortsmitte (Bild) an den Wittlerdamm enthalten. Erste Ergebnisse sollen im ersten Quartal 2017 vorliegen.  
Aktuell wird ein so genannter Sportflächenbedarfsplan erarbeitet. Er soll auch ein Konzept für die Verlagerung der Sportplätze aus der Ortsmitte (Bild) an den Wittlerdamm enthalten. Erste Ergebnisse sollen im ersten Quartal 2017 vorliegen.   Foto: wik

Welche Sportflächen gibt es in der Stadt, welche Angebote halten die Vereine vor, und passen die Sportanlagen zu dem tatsächlichen Bedarf? Um Fragen wie diese beantworten zu können lässt die Stadt einen Sportflächenbedarfsplan erstellen. Kosten: rund 15 000 Euro. Ein Planungsbüro hat bereits Eckdaten für die Analyse erhalten, nun sollen die Sportvereine weitere Informationen beisteuern.

Hintergrund ist nicht zuletzt die Diskussion um die Verlagerung der Sportflächen aus der Reckenfelder Ortsmitte. Am Wittlerdamm hat der SC Reckenfeld einen Teil-Standort, dorthin möchte der Verein gern – lieber gestern als heute – komplett umziehen. Was das kostet, wer es finanziert und was am (möglichen) neuen Standort entstehen soll, ist Gegenstand von Gesprächen, die die Stadt mit dem Verein führt. Ziel: 2018 soll es soweit sein.

Vielen geht das nicht schnell genug. Ernst Reiling (Reckenfeld direkt) gehört dazu. Im Schul-Ausschuss (der auch für Sport zuständig ist) bemängelte er: „Einige Reckenfelder verzweifeln schon.“ Die Entwicklung der vergangenen Monate nannte er eine „Verschleppung der Verlagerung“. In Reckenfeld sei bezahlbarer Wohnraum Mangelware. Die Verlagerung der Sportplätze böte die Möglichkeit, eben diesen Wohnraum in der Ortsmitte entstehen zu lassen.

Grundsätzliche Unterstützung bekam er von Michael Zweihaus ( SPD ). Die Fusion am Wittlerdamm sei eine „Win-Win-Situation. Da kann man was anschieben. Ich wüsste nicht,warum wir das nicht zügig in Angriff nehmen sollten.“ Mit einem Erlös aus der Vermarktung der Flächen in der Ortsmitte könne man die neuen Sportanlagen finanzieren. Doch der Teufel steckt wie so oft im Detail: Stadt und SCR ringen darum, wer was bezahlt und künftig unterhält. Und der Bürgermeister hat mehrfach darauf verwiesen, dass man aus haushaltstechnischen Gründen Erlöse aus Verkäufen nicht beliebig reinvestieren dürfe.

Reiling konstatierte immerhin zufrieden, dass die Reckenfeld-Frage im Sportflächenbedarfsplan mit hoher Priorität bearbeitet werden soll.

Die Beauftragung des Sportflächenbedarfsplans geht auch auf eine Empfehlung der Gemeindeprüfungsanstalt zurück. Sie soll auch empfohlen haben, mit den Nutzern der Sportanlagen einheitliche Nutzungsverträge abzuschließen. Zudem gibt es Wünsche insbesondere von DJK BW Greven, die bestehende Anlage zu erweitern. Dadurch würden die „entsprechenden Flächen langfristig festgeschrieben“, heißt es vielsagend in der Vorlage, die die Verwaltung für die Sitzung erarbeitet hat. „Aus Sicht der Verwaltung ist es erforderlich, dass Entscheidungen von einer derartigen Tragweite auf der Grundlage einer gesicherten Bedarfsplanung erfolgen müssen“, heißt es weiter.

Mehrere Ausschussmitglieder warfen die Frage auf, ob nicht auch der Schulsport betroffen sei und entsprechend in die Untersuchung aufgenommen werden müsse. Letztlich entschied man: Formell wird der Auftrag des „Institutes für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS)“ auch aus Kostengründen nicht erweitert, die Verwaltung soll die Frage aber im Auge behalten.

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