Am Samstag im Kesselhaus
Eine Prophetin des Moments

Greven -

Maxine Kazis, die von „Rosenstolz“-Mastermind Peter Plate protegiert wird, konzertiert im Kesselhaus. Anschließend gibt es einen kleinen Empfang.

Freitag, 09.12.2016, 17:12 Uhr

Maxine Kazis ist eine Sängerin, die jedem Gefühl unverstellt und unzensiert Ausdruck geben will.
Maxine Kazis ist eine Sängerin, die jedem Gefühl unverstellt und unzensiert Ausdruck geben will. Foto: Pressefoto

Am heutigen Samstag veranstaltet das Jugendkulturzentrum Karderie gemeinsam mit dem Kesselhaus ein Konzert mit Maxine Kazis im Kesselhaus. Die Schweizerin war einige Jahre als Hauptdarstellerin in verschiedenen Musicalproduktionen zu sehen und veröffentlichte Ende November mit Hilfe von Rosenstolz „Mastermind“ Peter Plate ihr vielbeachtetes Debütalbum bei Universal Music . „Wir sind froh und auch ein bisschen stolz, Maxine Kazis am kommenden Samstag in Greven präsentieren zu können“, freuen sich die Organisatoren auf die Sängerin. Nach diesem Jahresabschlusskonzert lädt die Grevener Jugendarbeit zu einem Sektempfang mit leckeren Häppchen ein.

„Maxine Kazis ist eine Künstlerin, die sich traut, ganz sie selbst zu sein, ganz eigener Sound, ganz eigene Optik, ganz eigener Kopf“, heißt es in einer Beschreibung. Auf dem Cover ihres Albums sei sie zwar nackt, aber nicht wehrlos, angreifbar, aber mit Absicht, schamfrei, aber nicht, damit geglotzt werden könne. Der Moment sei das Entscheidende an Maxine Kazis‘ erstem Album. Zwölf Songs für verschiedene Momente, von Wut über Sehnsucht bis hin zu gnadenloser Sinnlichkeit, immer schonungslos offen sich selbst und dem Zuhörer gegenüber. Schon die erste Single „Zug nach Berlin“ habe gezeigt, wo es langgehe: Alle Gefühle leben wollen, ohne das man schon weiß, was damit werden soll.

Die Sängerin hat eigentlich als Tänzerin begonnen. „Ich habe mit 19 aufgehört, weil ich musste. Ich habe getanzt und nicht gegessen, oder ich habe gekotzt, bis ich kaputt war. Ich wollte einfach die Beste sein. Bis ich fertig war.“ Diese Erfahrung hat die gelernte Schauspielerin gelehrt, gegen Erwartungen von innen und außen anzuschreiben und nun auch anzusingen. „Wenn ein paar Frauen ihre Waage aus dem Fenster schmeißen, ist schon viel erreicht“, sagt sie. Die 27-Jährige lebt nach Zwischenstationen in Basel, Hamburg, Mykonos jetzt in Berlin-Kreuzberg.

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