Reckenfeld braucht 18 statt 15 Kita-Gruppen
Kommt die Zwei-Schicht-Kita?

Reckenfeld -

Die Kindergartenplätze im Ortsteil Reckenfeld sind knapp, ein neuer Kindergarten muss her, und das ganz ohne Zuzug. Die Eltern-Initiative „Rappelkiste“ interessiert sich für die Trägerschaft.

Freitag, 27.01.2017, 07:01 Uhr

Die Kita Rasselbande hat die Kapazitäten erweitert – wie andere Einrichtungen im Ortsteil auch. Nun ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Reckenfeld braucht einen weiteren Kindergarten .
Die Kita Rasselbande hat die Kapazitäten erweitert – wie andere Einrichtungen im Ortsteil auch. Nun ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Reckenfeld braucht einen weiteren Kindergarten . Foto: oh

Das potenzielle Baugebiet in der Ortsmitte ist noch nicht erschlossen, ja nicht mal beschlossen. Und doch braucht Reckenfeld schon einen zusätzlichen Kindergarten. Nicht etwa als Vorratslösung, sondern um den akuten Bedarf zu decken. Der speist sich in Reckenfeld nicht vorrangig aus steigenden Kinderzahlen (wie etwa in Greven , Lokalseite 1), sondern aus einem deutlich veränderten Anmeldeverhalten der Eltern. Auch Kinder im Alter von einem oder zwei Jahren werden immer selbstverständlicher in der Kita angemeldet.

In Reckenfeld mit seiner besonderen Arbeitgeber-Struktur (viele große Firmen mit Schichtdienst) schlägt das deutlich durch. Aktuell fehlen drei bis vier Gruppen. Eine Nachfrage der Stadt bei den vorhandenen Einrichtungen hat ergeben, dass der Mehrbedarf nicht durch bauliche Erweiterungen aufgefangen werden kann. Also wird neu gebaut. Ein drei­gruppiger Kindergarten muss her, der idealerweise später um eine weitere Gruppe erweitert werden kann. Mit den Plänen beschäftigte sich am Mittwoch der Jugendhilfeausschuss.

Ein potenzieller Träger der Kita steht offenbar schon bereit. Im Vorfeld der Sitzung hatte Maik Höppner (ehemals Vorsitzender der Elterninitiative „Rasselbande“) Bereitschaft signalisiert, die Trägerschaft zu übernehmen. Am Rande der Ausschusssitzung erneuerte er diesen Wunsch. Höppner selbst hat aktuell jedoch keinen Vorstandsposten inne, deutete jedoch an, im Rahmen einer anstehenden Versammlung wieder kandidieren zu wollen.

In Reckenfeld gibt es aktuell 15 Kindergartengruppen (inklusive zweier halber Übergangsgruppen), in denen zusammen 319 Kinder betreut werden. Tatsächlich werden jedoch bis zu 18 Gruppen benötigt – eventuelle spätere Zuzüge noch gar nicht mitgerechnet.

Rolf Grieskamp („Reckenfeld direkt“) mahnte an, dass sich der Träger gerade in Reckenfeld an den besonderen Bedürfnissen der Eltern orientieren – sprich auch Öffnungszeiten vor 7 und nach 17 Uhr anbieten – müsse. „In Reckenfeld arbeiten viele im Schichtdienst. Ich könnte mir gut eine Einrichtung vorstellen, die so umfangreich arbeitet, dass auch in der Einrichtung selbst quasi zwei Schichten gefahren werden.“ Die Hoffnung des früheren Leiters des Jugendamtes, Konrad Dömer, dass eine Konkurrenz der örtlichen Kindergärten untereinander zu deutlich flexibleren Angeboten führen werde, da waren sich im Ausschuss alle einig, habe sich nicht erfüllt – im Gegenteil. Es wird eher schwieriger, Träger zu finden. Zur Erinnerung: Bei der Ausschreibung für die Kita an der Teichstraße in Greven hat sich nur ein Träger beworben.

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