Angestellte Lehrer streiken
Straßen statt Klassenzimmer

Greven -

Einige angestellte Lehrer streiken auch in Greven. Dennoch erwarten die Schulleiter kaum Unterrichtsausfall.

Dienstag, 31.01.2017, 16:01 Uhr

In Münster soll eine Kundgebung stattfinden.  
In Münster soll eine Kundgebung stattfinden.   Foto: Oliver Werner

Auch in Greven beteiligen sich heute einige angestellte Lehrkräfte an einem landesweiten Warnstreik – mit unterschiedlichen Auswirkungen für die jeweiligen Schulen. An der Anne-Frank-Realschule ist die Lage übersichtlich: eine Lehrkraft hat eine Streikbeteiligung angekündigt. „Unterricht fällt nicht aus. Die Stunden werden vertreten“, sagt AFR-Leiterin Ines Ackermann .

Auch am Gymnasium soll keine Unterrichtsstunde streikbedingt ausfallen, wie Schulleiter Dr. Volker Krobisch betont. Wenngleich man nicht alle Unwägbarkeiten des Tages kenne. Doch am Gymnasium falle der Anteil der angestellten Lehrkräfte (diese dürfen im Gegensatz zu Beamten streiken) sehr gering aus. Insofern gehe er davon aus, dass es „allenfalls geringe Störungen des Ablaufes“ geben werde. In der Oberstufe werde man auf eigenverantwortlichen Unterricht setzen, in den jüngeren Jahrgängen für Vertretung sorgen.

Auch die Gesamtschule muss den streikbedingten Ausfall einiger Lehrer auffangen. Hier könnte es zu vereinzeltem Unterrichtsausfall kommen, mindestens zwei Lehrkräfte streiken. „Wir versuchen, es hinzubekommen“, sagt Schulleiter Ingo Krimphoff. Auszuschließen sei Unterrichtsausfall aber nicht.

Frank Hänel, bei der Stadt für Schulfragen zuständig, geht nicht davon aus, dass es zu gravierenden Problemen an Grevener Schulen kommen wird. „Wäre die Lage dramatischer, hätten wir davon gehört“, sagte er auf Anfrage.

Die angestellten Lehrer fordern bei den laufenden Tarifverhandlungen mehr Lohn. In Münster ist eine Kundgebung angemeldet.

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