Chance für Setex in Greven
„Das kriegen wir hin“

Greven -

Die gute Nachricht für Greven ist zugleich eine Hiobsbotschaft für die knapp 100 Mitarbeiter der Roessing Textilveredlung in Rhede. Das ebenfalls zur Setex-Gruppe zählende Werk schließt seine Tore zum 30. Juni. Profitieren wird davon der Standort in Greven. „Für 25 Mitarbeiter werden in Greven neue Arbeitsplätze entstehen“, informiert Heiko Wehner, Geschäftsführer von Setex Greven.

Dienstag, 04.04.2017, 15:04 Uhr

Mehr textile Rohstoffe werden künftig am Standort Greven zur Oberbekleidung verarbeitet.
Mehr textile Rohstoffe werden künftig am Standort Greven zur Oberbekleidung verarbeitet. Foto: Oliver Hengst

Vor allem die Produktion von Herren Oberbekleidung wird künftig vom Grevener Werk übernommen. Bei Bewerbungen auf die neuen Stellen haben die Mitarbeiter des Werkes in Rhede Vorrang. Allerdings, räumt Geschäftsführer Wehner ein, habe es aufgrund der größeren Entfernung bisher noch keine Bewerbungen für Greven gegeben. Gesucht werden für den Standort Greven vom Verwaltungsmitarbeiter bis zum Textilmaschinenführer nahezu Mitarbeiter für alle Sparten des Unternehmens.

Für Setex ist die Übernahme der Teilproduktion auch insofern eine Herausforderung, weil man angesichts der geplanten Standortverlegung ins Industriegebiet Reckenfeld natürlich am alten Standort zwischen Ems und Münsterdamm keine Millioneninvestitionen mehr tätigen will. „Aber das kriegen wir hin“, zeigt sich Wehner optimistisch. Eine Maßnahme, die nahezu immer Erfolg zeige, heiße ganz einfach „Bestände herausnehmen,“ Platz sparen eben zu Gunsten der erweiterten Produktion. Trotzdem ist das ehemalige Cramer-Werk damit an der Kapazitätsgrenze angekommen. Mit den neuen Produktionsteilen arbeiten künftig 200 Menschen in Vollzeit bei dem Textiler.

Die Ausrüstung technischer Gewebe, ein weitere Produktionsschwerpunkt im Rheder Werk, übernimmt die Grenzlandfärberei in Bocholt, die seit einigen Jahren ebenfalls zur Setex-Gruppe gehört.

Bei der geplanten Standortverlegung nach Reckenfeld geht laut Wehner alles nach Plan. „Firmenchef Konrad Schröer will 2019 mit den Bauarbeiten beginnen.“ Eine Zeitschiene, die sich auch Heiko Wehner zu eigen macht. Noch nicht ganz geklärt ist derzeit die Grundwasserentnahme am neuen Standort südlich des Emsdettener Waeco-Werkes. Aber auch hier ist eine Lösung in Sicht. Ein Teil des benötigten Wassers kann Setex am neuen Standort selber fördern, den anderen Teil können die Stadtwerke liefern.

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