CDU und SPD setzen Prüfung durch
Windstille bei Windkraft

Greven -

Flaute in Sachen Windenergie: CDU und SPD setzen durch, dass der Flächennutzungsplan, der Windkraft ermöglicht, juristisch überprüft wird. Die Grünen werten dies als Versuch, aus der Windkraft auszusteigen.

Freitag, 07.04.2017, 19:04 Uhr

Trügerische Idylle: An Windkraftanlagen vor der Haustür entzündet sich oftmals Streit.
Trügerische Idylle: An Windkraftanlagen vor der Haustür entzündet sich oftmals Streit. Foto: Lieber

Die Aufstellung weiterer Windkraftanlagen in Greven steht möglicherweise vor dem Aus. CDU und SPD votierten in der gemeinsamen Sitzung von Bezirksausschuss und dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt für eine juristische Prüfung des Flächennutzungsplans von 2003, auf dessen Basis Windkraftanlagen in bestimmten Gebieten, etwa im Bereich des Voßkottens, gebaut werden könnten. Zwar soll das Ergebnis dieser Prüfung bereits zur nächsten Sitzung Ende Mai vorliegen, Redebeiträge, vom Beifall der Mitglieder der Bürgerinitiative gegen die Windkraft begleitet, machten aber deutlich, dass die Unterstützung für Windkraft vor Ort auf dem Rückzug ist.

SPD-Ratsherr Uwe Meyer, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, stellte klar: Die SPD habe sich überzeugen lassen. „Wenn in Greven keine Windkraftanlage mehr gebaut wird, geht davon die Welt nicht unter.“ Auch Fraktionskollege Zweihaus empfahl, „eine kleine Pause zu machen.“ Die Einlassung des Ausschussvorsitzenden Jürgen Diesfeld, „Windkraft ohne Wenn und Aber nach vorne bringen zu wollen“, wirkte vor dem Hintergrund der Anträge und anderer Äußerungen wenig glaubwürdig.

Grünen-Ausschussmitglied Wolfgang Hoppe jedenfalls „verstand die Welt nicht mehr“. Der CDU warf er vor, sich nicht entscheiden zu können, bei der SPD sah er, dass Windkraftgegner Meyer seine Fraktion offensichtlich überzeugt habe. Die Stadt Greven mache sich inzwischen bei ihrem Umgang mit der Windkraft lächerlich, stellte er fest.

Vor dem Hintergrund der jetzt beschlossenen juristischen Prüfungen wurden verschiedene Anregungen von Seiten der Bürgerinitiative von der Tagesordnung genommen.

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