33 Schüler kommen von außerhalb
Gesamtschulen sehr gefragt

Greven -

364 Schüler wechseln im Sommer zu den weiterführenden Schulen. 33 Schüler kommen von außerhalb, 38 Grevener besuchen Schulen in der Nachbarschaft.

Sonntag, 30.04.2017, 12:04 Uhr

Die Gesamtschule Greven und das Gymnasium Augustinianum werden zum kommenden Schuljahr mit fünf neuen Fünfer-Klassen an den Start gehen, die Anne-Frank-Realschule mit drei.

Die Gesamtschule nimmt 146 Schüler auf – lediglich fünf davon stammen von außerhalb. Das Gymnasium hat bis jetzt 131 Anmeldungen entgegen genommen, darunter sind elf auswärtige Kinder. An der Anne-Frank-Realschule sind 87 Kinder, darunter 16 Auswärtige, für die neuen Fünfer-Klassen anmeldet worden.

Somit werden ab Sommer insgesamt 364 Fünftklässler (Vorjahr 365) die drei weiterführenden Grevener Schulen besuchen. Bekanntermaßen nehmen Hauptschule und Justin-Kleinwächter-Realschule seit Jahren keine Fünfer mehr auf, beide Schulen laufen im Sommer aus. Die Zahl der auswärtigen Schüler ist erneut leicht rückläufig: Im Vorjahr wurden noch zwölf Auswärtige mehr in Greven angemeldet. „Insgesamt kommen wir jetzt auf 33 Schüler von außerhalb. Wir hatten Jahre, da hatte eine Schule allein 30 Kinder von außerhalb – also praktisch eine ganze Klasse“, sagte Frank Hänel , als er die Zahlen nun im Schulausschuss erläuterte.

Am stärksten ist nach wie vor die Nordwalder „Fraktion“: elf Kinder von dort wurden an der AFR angemeldet, sechs am Gymnasium. Einzig Saerbeck (3x AFR, 3x Gymnasium) entsendet darüber hinaus noch eine nennenswerte Anzahl. „Altenberge und Ladbergen, die früher durchaus mit stärkeren Schülerzahlen hier vertreten waren, finden praktisch gar nicht mehr statt“, sagte Hänel. Auch Schüler aus den übrigen Umland-Gemeinden sind in den künftigen Eingangsklassen kaum noch vertreten.

Im Gegenzug haben sich auch Grevener Kinder (bzw. Eltern) für auswärtige Schulen entschieden: genau 38. Die meisten davon, nämlich immerhin 19, besuchen ab dem Sommer die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck. Weitere elf kommen an der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule Nordwalde unter. Die übrigen Kinder entfallen auf die Marien-Hauptschule Emsdetten (2), auswärtige Gymnasien (2), auswärtige Realschulen (3) sowie die Sekundarschule Rheine (ein Kind).

Rechnet man hiesige und auswärtige Anmeldungen zusammen, ergibt sich folgendes Bild: Die meisten Grevener Fünftklässler (171 Jungen und Mädchen; 46 Prozent) besuchen ab dem Sommer eine Gesamtschule, 122 ein Gymnasium (33 Prozent) und 74 eine Realschule (20 Prozent).

Rein rechnerisch wäre an den Grevener Schulen genug Platz, um alle Grevener Kinder vor Ort unterzubringen. Eine entsprechende Nachfrage hatte Wilfried Roth (FDP) gestellt. Am Gymnasium könnten theoretisch etwa 20 weitere Kinder unterkommen, an der AFR sogar rund 30 Schüler. „Die Anne-Frank-Realschule hätte einen vierten Zug bekommen können. Das wäre eng geworden, aber es würde noch so eben gehen“, sagte Ausschussvorsitzender Dr. Michael Kösters-Kraft (Grüne). „Wir hätten sie also nicht abweisen müssen, darum geht es“, folgerte Roth aus den Zahlen.

Jedoch konnte im Ausschuss nicht geklärt werden, ob diejenigen Kinder, die eine auswärtige Schule wählen, auch die passende Schulempfehlung haben, um an der AFR oder am Gymnasium unterzukommen. Von der Gesamtschule Nordwalde ist bekannt, dass dort einige Grevener Kinder mit Hauptschulempfehlung angemeldet wurden.

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