Reckenfelder Ortsmitte
„Wir haben keine Planungen beauftragt“

Greven -

Für die Reckenfelder Ortsmitte gibt es erste Planungen. Die Stadt betont jetzt, dass sie diese nicht beauftragt hat.

Freitag, 05.05.2017, 07:05 Uhr

Die alte Hauptschule wird wohl abgerissen werden, wenn das Quartier dort neu gestaltet wird.
Die alte Hauptschule wird wohl abgerissen werden, wenn das Quartier dort neu gestaltet wird. Foto: Oliver Hengst

So schnell, wieder Reckenfelder Bürgerverein es vielleicht erhofft, wird es mit der Bebauung der Ortsmitte in Reckenfeld wohl nicht gehen. Das betonte jetzt Stadtsprecher Klaus Hoffstadt gegenüber unserer Zeitung. Der Entwurf des Reckenfelder Architekten Frank Sabrowski, der im Auftrag des Nordwalder Investors Georg Schoo tätig war (wir berichteten) sei eine private Initiative. Man verschließe sich solchen Vorhaben natürlich nicht und sei immer gesprächsbereit. „Aber wir haben niemanden mit Planungen beauftragt“, betont Hoffstadt.

Ziel der Stadt sei es, in der Reckenfelder Ortsmitte eine zukunftsweisende, am Bedarf Reckenfelds orientierte Planung auf die Beine zu stellen. Eine erste Grundlage dafür sei das Integrierte Handlungskonzept Ortsmitte Reckenfeld, das auf Planungen des Büros „Wolters & Partner“ von 2013 beruhe. Dort war zum Beispiel, im Unterschied zum Schoo-Konzept, für den Bereich der heutigen Sportplätze der Bau von barrierefreiem Wohnen und Service-Wohnen für die ältere Generation als einer von mehreren Schwerpunkten genannt. Auch das Thema „Gartenstadt“ hatte bei diesem Konzept eine größere Rolle gespielt als im nun vorliegenden Entwurf.

Hoffstadt unterstrich, dass die Stadt die Reckenfelder Ortsmitte gemeinsam mit der Landesgesellschaft „NRW urban“ entwickeln wolle. Allerdings gebe es noch keine Zusage, dass „NRW urban“ tatsächlich als Partner zur Verfügung stehe. „Aber wir sind guter Hoffnung“, sagt Hoffstadt. Stehe die Zusage, werde es darum gehen, ein Grobkonzept zu erarbeiten, was an diesem Standort gewünscht und erforderlich sei – und das alles gälte es, mit dem Sportstätten-Bedarfsplan, der derzeit erarbeitet wird, mit dem Umzug der Sportplätze des SC Reckenfeld und den gegenwärtigen Arbeiten am „Teilplan Wohnen“ für die ganze Stadt zu koordinieren. Auch die Kosten für die Stadt und die Wirtschaftlichkeit müssten kalkuliert werden. „NRW urban würde für uns beispielsweise auch Förderzugänge prüfen“, deutet Hoffstadt an, wie komplex die Entwicklung der Ortsmitte werden wird. „Alles muss Hand in Hand gehen, wir dürfen nicht in Aktionismus verfallen.“ Er verstehe zwar, dass die Reckenfelder beim Thema Ortsmitte nach vielen Jahren der Diskussion aufs Tempo drückten. Dies dürfe aber nicht zu Schnellschüssen führen. Außerdem sei nicht alles machbar, was wünschenswert sei, schon gar nicht sofort. Hoffstadt: „Wir haben einfach auch endliche Ressourcen an Geld und Personal.“

Dass die Reckenfelder Ortsmitte nicht übermorgen fertig sein wird, weiß auch Investor Georg Schoo. „Der Reckenfelder Bürgerverein hat uns gebeten, ein paar Vorschläge für die Ortsmitte zu machen. Da haben wir dann mal einen Plan drüber gelegt“, sagt er. Was in der vergangenen Woche im Haus der Geschichte vorgestellt worden sei, sei ein Grobentwurf.

Wenn es allerdings grünes Licht von allen Beteiligten gäbe, könne das Gelände rund um die alte Hauptschule in einem Jahr baureif sein, ist Schoo durchaus optimistisch. Er sei auch gern bereit, mit den Planern von „NRW urban“ zusammen zu arbeiten. Der Investor, der in Greven beispielsweise die Rathaus-Passage entwickelt hat: „Aber die Stadt muss mitziehen – ohne die Stadt läuft nichts.“

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