Weitere Preise
Fleißarbeit und jede Menge Forschergeist

Greven -

Jessica Kirchner aus Greven und Jonas Boukamp vom Berufskolleg Rheine haben bereits bei „Jugend forscht“ mit ihrer Arbeit über das Jakobskreuzkraut abgeräumt. Jetzt gab es erneut Preise.

Sonntag, 07.05.2017, 12:05 Uhr

Dr. Klaus-Michael Weltring von Bioanalytik Münster zeichnete die „Jugend forscht“-Sieger mit Sonderpreisen aus: Jessica Kirchner und Jonas Boukamp.
Dr. Klaus-Michael Weltring von Bioanalytik Münster zeichnete die „Jugend forscht“-Sieger mit Sonderpreisen aus: Jessica Kirchner und Jonas Boukamp.

Jessica Kirchner aus Greven hat beim „IHK-Regionalwettbewerbs Jugend forscht “ eine Spitzenleistung vollbracht (unsere Zeitung berichtet). Nun hat sie zusammen mit weiteren Siegern einen Sonderpreis des „Center for Nanotechnology GmbH (CeNTech)“ und des Vereins „Gesellschaft für Bioanalytik Münster“ in Empfang genommen.

In einer gemeinsamen Forschungsarbeit beschäftigten sich Jessica Kirchner vom Grevener Gymnasium Augustinianum und Jonas Boukamp vom Berufskolleg Rheine mit dem Nachweis von Pyrrolizidinalkaloiden im Honig. Diese Pflanzengifte kommen im heimischen Jakobskreuzkraut vor und können zum Beispiel Leberschäden zur Folge haben.

In akribischer Fleißarbeit kartierten die Schüler über 8000 Pflanzen in und um Greven und sammelten Pollenproben von Bienen im Kartierungsbereich. Sie zeigten auf, dass die Bienen vermehrt Pollen dieser Giftpflanze von Arealen mit hoher Dichte des Jakobskreuzkrauts sammeln, wenn dort nur wenige alternative Pflanzenarten vorhanden sind. Aufgrund dieser Daten wissen Imker nun, wo sie ihre Völker besser nicht aufstellen, um eine Verunreinigung des Honigs mit dem Pflanzengift zu vermeiden.

Für den Bundeswettbewerb wollen die inzwischen frisch gekürten NRW-Landessieger noch versuchen, die Alkaloide im Honig direkt nachzuweisen.

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