Musikschulgala
Der Klang aus 40 Jahren

Greven -

„Eine Gala im XXL-Format“ hatte die Musikschule ihre Geburtstagsparty im Vorfeld getauft. Es war ein Versprechen, das hielt angesichts zweier Stunden voller Klänge, Bilder und Geschichten aus über 40 Jahren.

Sonntag, 21.05.2017, 12:05 Uhr

Stelldichein der Musikschulgemeinde: Mit einer großen, zweistündigen Konzertgala beging die Musikschule Greven-Emsdetten-Saerbeck am Samstagabend im Ballenlager ihr 40-jähriges Jubiläum, knapp 70 Jahre nach der Gründung des Zweckverbandes im Dezember 1976.
Stelldichein der Musikschulgemeinde: Mit einer großen, zweistündigen Konzertgala beging die Musikschule Greven-Emsdetten-Saerbeck am Samstagabend im Ballenlager ihr 40-jähriges Jubiläum, knapp 70 Jahre nach der Gründung des Zweckverbandes im Dezember 1976. Foto: Jannis Beckermann

Aus dem Rosen-Verteilen kam der beglückte Musikschulchef am Ende gar nicht mehr heraus. Eine Blumenpracht nach der anderen überreichte Wolfgang Bernhardt an Sänger, Dirigenten und Trompeter. Und ein weiterer Name um den anderen fiel ihm selbst nach dem x-ten Rosenstängel noch ein, so viele Beteiligte waren bei diesem Jubiläumskonzert am Samstagabend mit von der Partie. „Eine Gala im XXL-Format“, hatte die Musikschule ihre Geburtstagsparty im Vorfeld getauft. Es war ein Versprechen, das hielt angesichts zweier Stunden voller Klänge, Bilder und Geschichten aus über 40 Jahren.

Denen lauschten im Ballenlager unter anderem auch Gründerväter der Schule wie Grevens einstiger Stadtdirektor Bernhard „Natze“ Schneider oder Bernhard Puschmann , der als erster Leiter des Zweckverbandes fungierte, wie die Nachwuchsschmiede offiziell heißt. „Und zwar genau seit Dezember 1976“, konnte der heutige Chef und Puschmann-Nachfolger Bernhardt mittels Zeitungsschlagzeile aus dem Archiv beweisen.

Musikschulgala zum 40-jährigen Bestehen

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Damals hatte Greven gemeinsam mit der Nachbarstadt Emsdetten die Kooperation gegründet. Sie fasste die bis dahin nur lose organisierte Musikbildung erstmals in einer Schule zusammen. Später gesellte sich dann auch Saerbeck zum Verbund, der heute in seinen Ensembles, Bands und Projektgruppen bis zu 1400 Musikschülern Platz bietet.

Wobei „Schüler“ weit zu verstehen ist, wie der Galaabend am Samstag bewies: Neben Trommel-Kids, Bläser-Talenten und Jugendorchester hatte dort nämlich zugleich die Erwachsenen-Fraktion in Form von Akkordeon- und Vocal-Ensemble mehr als nur eine Statistenrolle.

Bereits zum Auftakt hatte die hauseigene Big Band einen groovigen Startakkord gesetzt, der ein insgesamt feierliches, aber gar nicht staatstragendes Programm einläutete. Selten zumindest erlebt man einen derart lässigen und selbstironischen Rückblick wie jenen, den die Musikschulgemeinde aus den drei Kommunen mit Fotos und Videos fortgeführt bekam. Zum Schluss hatte man nicht nur die Suche nach einem festen Standort vom Rathaus über den Pavillon an der Lindenstraße bis hin zur GBS gesehen, sondern mindestens auch die Hälfte des Lehrerkollegiums in kleidungs- und frisur-technischen Jugendsünden.

Für Zahlen und Fakten sorgte derweil der Bürgermeister. Über 80 Konzerte pro Jahr veranstalte die Musikschule. Außerdem kooperiere sie sogar mit der Uni. „Das ist eine Leistung, die von Engagement und Herzblut zeugt“, zollte Peter Vennemeyer seinen Respekt. Ganz nebenbei gab er schließlich ein Bekenntnis für die Schule ab, die Kritiker aus Kostengründen manches Mal schon abwickeln wollten. „In 40 Jahren“, da war sich Vennemeyer zum Schluss sicher, „stehen wir gewiss wieder hier.“ Auf eines allerdings müsse man dann verzichten: „Auf mich als Verbandsvorsteher.“

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