Aussichten für Reckenfelds Sportszene
Kunstrasenplatz plus X

Reckenfeld -

Ein einziger Kunstrasenplatz plus X an Hallenersatz: So könnte man das Angebot der Stadt Greven an den SC Reckenfeld beschreiben, wenn es um die Sportstättenverlagerung von der Ortsmitte an den Wittlerdamm geht.

Donnerstag, 15.06.2017, 10:06 Uhr

Die Stadtverwaltung legt sich auf einen Zeitplan fest: Schon 2018 soll der SCR komplett an den Wittlerdamm ziehen, neben dem bestehenden Rasenplatz soll ein Kunstrasenplatz gebaut werden. Die Planungen sollen in diesem Sommer beginnen.
Die Stadtverwaltung legt sich auf einen Zeitplan fest: Schon 2018 soll der SCR komplett an den Wittlerdamm ziehen, neben dem bestehenden Rasenplatz soll ein Kunstrasenplatz gebaut werden. Die Planungen sollen in diesem Sommer beginnen. Foto: Wilfried Gerharz

„Und all das soll bis Spätherbst 2018 stehen“, versprach Bürgermeister Peter Vennemeyer am Dienstag im Bezirksausschuss. Eine Kegelbahn für die Sportkegler, die Bundesliga-Anforderungen entspricht, wird es allerdings nicht geben.

Zur Erinnerung: Der SCR betreibt derzeit in der Ortsmitte einen Rasen- und einen Tennenplatz samt Umkleiden und Vereinsheim und eine Turnhalle. Diese Anlage soll aufgegeben werden, um dort Wohnbebauung anzusiedeln. Dafür soll es am bestehenden Rasenplatz am Wittlerdamm entsprechende Sport-Neubauten geben. Die Vorschläge der Verwaltung zur Neugestaltung stützen sich auf die Sportflächen-Bedarfsanalye, die die Stadt in Auftrag gegeben hat, die aber erst Ende Juni öffentlich gemacht werden soll.

Einiges aber deutete die Verwaltung im Bezirksausschuss bereits an. „Die Walgenbachsporthalle wird nicht ganz reichen“, beschrieb Frank Hänel , Fachdienstleiter Bildung, das Problem, das auftaucht, wenn die alte Turnhalle wegfällt. Allerdings sei dieses Defizit nicht so groß, dass es den Neubau einer kompletten Halle rechtfertige. „Wir gehen von einer größeren Gymnastikhalle aus oder von einer Kalthalle (eine Art Soccerhalle, d.Red.) für Ballsportarten“, sagte Bürgermeister Peter Vennemeyer. Für den Rasen- und den Ascheplatz in der Ortsmitte solle es am Wittler Damm zusätzlich zum bestehenden Rasenplatz einen Kunstrasenplatz geben. „Der ist 2500 Stunden im Jahr bespielbar. Bei einem Rasenplatz sind es nur 800 Stunden“, argumentierte Hänel, dass dieser Ersatz reichen müsse.

Im Bezirksbeirat stießen die Vorschläge nicht auf Gegenliebe, man sah den Reckenfelder Bedarf deutlich unterschätzt. „Die Aussagen der Verwaltung sind nicht zukunftsfähig“, sagte Ernst Reiling (Reckenfeld direkt). Manfred Zilske (Grüne) wehrte sich gegen das Argument, dass ein Kunstrasenplatz dreimal mehr an Nutzung zulasse als ein Rasenplatz: „Mit Zahlen kann man viel darstellen.“ Anika Stöcker (CDU) ärgerte sich darüber, dass die Verwaltung von weiterem Abstimmungsbedarf mit dem SC Reckenfeld sprach. „Ich dachte, über das Thema sind wir lange hinaus.“ Besonders unangenehm stieß mehreren Gremiumsmitgliedern auf, dass die Verwaltung zu dem für Reckenfeld ungeheuer wichtigen Thema nichts Schriftliches vorgelegt hatte, an dem man sich orientieren konnte. Von „Unverschämtheit“, sprach in diesem Zusammenhang Dominik Uhlenhake (Linke) – ein Einwand, gegen den sich Bürgermeister Vennemeyer vehement wehrte. Er verwies darauf, dass das Entscheidungsgremium für die Frage des Sportstättenbedarfs nicht der Bezirks-, sondern der Sportausschuss sei. Zu dessen Sitzung am 28. Juni werde es eine schriftliche Vorlage geben, dann werde die Sportstätten-Bedarfsanalyse öffentlich. Das Ergebnis: Der Reckenfelder Bezirksbeirat bemüht sich, eine gemeinsame Sitzung mit dem Schul- und Sportausschuss zu erreichen. Entscheiden muss diese Frage Schulausschuss-Vorsitzender Dr. Michael Kösters-Kraft.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4928549?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Poller schützen bald den Domplatz
Der städtische Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer (l.) und Norbert Vechtel (Ordnungsamt) vor der längsten Sperranlage in der City an der Loerstraße. Bis 2021 sollen alle relevanten Innenstadt-Zufahrten mit Überfahrschutzpollern ausgestattet sein.
Nachrichten-Ticker