Fragen stehen bei „Consord“ im Mittelpunkt
Experimente mit neuer Musik

Greven -

Mit Blechblasinstrumenten und Schlagzeug im Gepäck kommt „Consord“, das Münsteraner Ensemble für Neue Musik, nach Greven für ein Konzert und einen Workshop.

Montag, 19.06.2017, 20:06 Uhr

„Consord“, das Münsteraner Ensemble für Neue Musik, kommt für ein Konzert und einen Workshop nach Greven. Das Konzert ist am kommenden Freitag.
„Consord“, das Münsteraner Ensemble für Neue Musik, kommt für ein Konzert und einen Workshop nach Greven. Das Konzert ist am kommenden Freitag. Foto: Christoph Schulte im Walde

Der Workshop gibt den Mitgliedern der Banda di Musica der Musikschule Greven Emsdetten Saerbeck die Gelegenheit, Experimente mit „Neuer Musik“ zu machen. Die Frage was „Neue Musik“ denn eigentlich ist, stellen sich die Profimusiker aus Münster selber ständig: Ist es Musik, die nicht älter ist als zehn Jahre? Gehören dann alle Werke vor dieser Zeit in die Schublade, oder ins Repertoire der „traditionellen“ Ensembles? Sind die letzten gut 100 Jahre „Neu“, die mit Schönberg, Debussy und Strawinski offiziell die Epoche der Neuen Musik einläuteten?

Die Fragen stehen bei „Consord“ im Mittelpunkt, nicht die Antworten. Und so ist die wichtigste Voraussetzung zur Teilnahme am Workshop Neugierde. Außerdem sollten die Teilnehmer mit ihrem Instrument oder der Stimme Töne lauter und leiser werden lassen und hüpfen können. Richtig, hüpfen.

Wer beim Workshop Lust auf mehr bekommt, muss nur bis zum Herbst warten. Dann nämlich kommt „Consord“ wieder nach Greven zu einem Workshop mit Konzert – diesmal mit dem Streichquartett. Und wer gerne noch mehr Neue Musik spielen möchte, kann das bei „Consord“ junior tun, dem Nachwuchs-Ensemble von „Consord“. In Projektphasen erarbeiten die Musiker zwischen zwölf und 20 Jahren auch anspruchsvollere Stücke der Neuen Musik. Sie sind auch im Konzert vertreten, welches am Freitag, 23. Juni, um 19 Uhr in der Kulturschmiede stattfindet.

Die Profis steuern ihren Teil zum Programm mit dem Blechbläserquintett „Call“ von Luciano Berio , dem Stück „Diagonalen in kubischen Räumen“ des Düsseldorfer Komponisten Peter Gahn und dem Werk „Brass: The Metal Space“ von Peter Eötvös bei. Letzteres erkundet mit Hilfe der sieben Blechbläser und zwei Percussionisten die Akustik des Raumes. Die Musiker freuen sich schon auf die Kulturschmiede und ein hoffentlich zahlreiches Publikum. Der Eintritt ist frei.

 

 

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