Hermes-Logistik-Center am FMO
Sorgen um faire Bezahlung bei Hermes

Greven -

Zahlt Hermes seine Mitarbeiter fair? Vor der Ansiedlung eines Logistik Centers am FMO spielte die Frage eine Rolle im Hauptausschuss.

Freitag, 23.06.2017, 15:54 Uhr aktualisiert: 23.06.2017, 16:57 Uhr
So wie das Hermes-Logistikzentrum in Bad Rappenau muss man sich auch den geplanten Neubau am FMO vorstellen. Es zählt zu den kleineren Zentren im Hermes-Verbund.
So wie das Hermes-Logistikzentrum in Bad Rappenau muss man sich auch den geplanten Neubau am FMO vorstellen. Es zählt zu den kleineren Zentren im Hermes-Verbund. Foto: Hermes

130 Arbeitsplätze sollen durch das geplante Hermes-Logistik-Center im Grevener Airportpark entstehen. Das erklärte der Airportpark-Geschäftsführer Udo Schröer jetzt im Grevener Hauptausschuss. Gleichzeitig versuchte er Befürchtungen der Politiker wegen Lohndumpings zu zerstreuen.

Berichte: Bezahlung teilweise unter Mindestlohn

Ernst Reiling (Reckenfeld direkt) hatte auf Berichte verwiesen, nach denen in Hermes-Depots teilweise weniger als der gesetzliche Mindestlohn gezahlt werde. Reiling: „Wir sollten vorsichtig sein, wen wir uns da ranholen.“ Auch Michael Zweihaus von der SPD stieß ins selbe Horn: „Das sind nicht die Arbeitsplätze, die uns versprochen waren – ab 70 000 Euro jährlich aufwärts.“

Udo Schröer (l.) informierte über die Lage am Airportpark.

Udo Schröer (l.) informierte über die Lage am Airportpark. Foto: Günter Benning

Airportpark-Chef sieht keinen Grund zur Sorge

Für Airportpark-Chef Udo Schröer sieht die Sache allerdings anders aus. 80 Prozent der Jobs in dem neuen Logistik-Centrum seien Vollzeitstellen, überdies würden alle Mitarbeiter nach Tarif bezahlt. Wobei es nicht nur um Packer, sondern auch um Ingenieure und IT-Mitarbeiter gehe.

Die Medienschelte, von der Reiling sprach, bezog sich auf Hermes-Depots. Von den etwa 50 Depots in der Region, so Schröer, sollten allerdings „10 bis 15“ in das neue Center integriert werden. „Auch dadurch wird die Situation für die Mitarbeiter besser.“

Insgesamt würden, so Schröer, in den Neubau 40 Millionen Euro investiert. Hermes miete das Gebäude für 15 Jahre. Da es sich im Besitz eines Fonds befinde, der auf Werterhalt setze, könne man davon ausgehen, dass da keine Billiglösung hingesetzt werde.

Sommerflugplan 2017: Alle Ziele ab FMO

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  • Mit dem Flugzeug in die Sonne: Im Sommer 2017 bietet der FMO 21 Ziele an.

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  • Frankfurt: Ein Umsteige-Klassiker. Die Lufthansa fliegt täglich vier mal hin und zurück.

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  • Rhodos: Die Fluggesellschaft Germania fliegt ab 8. April 2017 samstags, ab 2. Mai 2017 zudem dienstags auf die griechische Insel.

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  • Faro: Ab 1. Mai 2017 fliegt Germania jeden Montag nach Faro, am 22. Juni 2017 kommt ein Flug am Donnerstag hinzu.

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  • Varna: Germania fliegt ab 31. Mai 2017 mittwochs nach Varna. Zwischen 5. Juni und 18. September 2017 kommt ein Flug am Montag von Bulgarian Air Charter hinzu.

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  • Teneriffa: Freitags bietet Germania einen Flug auf die Kanaren-Insel an.

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  • Antalya ist eins der am häufigsten angeflogenen Ziele. Täglich gibt es mindestens einen Flug, manchmal bis zu drei. Die Strecke bedienen Turkish Airlines. Germania und Sun Express.

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  • Izmir: Vom 20. Juni bis 29. August fliegt Sun Express dienstags in die türkische Metropole, ab 22. Juni 2017 auch donnerstags.

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  • Kayseri: Die türkische Stadt ist sonntags das Ziel eines Germania-Flugs - jedenfalls zwischen 18. Juni und 17. September 2017.

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  • Lanzarote: Dienstags steuert Germania die Kanaren-Insel an - aber nur bis zum 2. Mai 2017.

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  • Heraklion: Ab 20. April 2017 fliegt Germania donnerstags nach Heraklion, ab 1. Mai 2017 zusätzlich montags, am 28. Mai 2017 kommt ein Flug am Sonntag hinzu.

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  • Mallorca: Die Balearen-Insel wird sie häufig angeflogen wie kaum ein anderes Ziel. Täglich gibt es mindestens einen Flug, auf der Strecken sind Germania, Small Planet, Air Berlin und Eurowings unterwegs.

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  • Gran Canaria: Zweimal pro Woche fliegt Germania nach Gran Canaria: mittwochs und sonntags.

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  • Istanbul: Turkish Airlines steuert Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag den Atatürk-Flughafen an. Pegasus fliegt zwischen 20. Juni und 14. September 2017 dienstags und freitags zum Flughafen Sabiha Gökcen, zwischen 25. Juni und 17. September 2017 zudem am Sonntag.

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  • Adana: Am 30. Mai 2017 beginnt Germania mit einem wöchentlichen Flug nach Adana - immer dienstags geht's los.

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  • Burgas: Germania fliegt zwischen den 22. Juni und dem 14. September 2017 donnerstags nach Burgas. Vom 26. Juni bis 4. September 2017 bietet Bulgarian Air Charter einen zusätzlichen Flug am Montag an.

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  • Hurghada: Der ägyptische Badeort ist ab 26. Mai 2017 Ziel eines Fly-Egypt-Flugs am Freitag.

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  • Kos: Samstags fliegt Germania nach Kos, der erste Start ist am 29. April 2017. Am 5. Mai 2017 kommt ein Freitags-Flug dazu.

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  • Fuerteventura: Bis zum 24. April 2017 fliegt Germania montags nach Fuerteventura, am 1. Mai 2017 kommt ein Flug am Samstag hinzu.

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  • Malaga: Germania fliegt mittwochs und sonntags nach Malaga, zwischen 31. Mai und 7. Juni 2017 mittwochs zweimal.

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  • München: 30 mal pro Woche fliegt Lufthansa von Greven nach München - jeden Tag gibt es mindestens zwei Verbindungen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Stuttgart: AIS Airlines verbindet den FMO mit Stuttgart. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es zwei Flüge, freitags einen.

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Kritik der Grünen zurückgewiesen

Der Geschäftsführer ging auch auf Kritik der Grünen ein, die befürchten, durch Hermes-Luftfracht würde es zu deutlich höherem Nachtflugverkehr kommen.

Tatsächlich würde jährlich nach jetzigen Plänen bis zu 5000 Tonnen Luftfracht jährlich umgesetzt. Zum Vergleich: In Frankfurt seien es zwei Millionen. „Und dort gibt es ein Nachtflugverbot.“

Für einen großen Luftfrachtumschlag, so Schröer, sei das Gelände „viel zu klein“. Es werde nur der regionale Bedarf gedeckt.

Mit einem chinesischen Carrier habe es Vorgespräche gegeben, der möglicherweise zwei bis drei Frachtflugzeuge pro Woche in Greven einsetzen würde. Schröder: „Das muss nicht nachts sein.“

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