Das zweite Buch von Eva Gerth
Kinder-Krimi auf dem Reiterhof

Reckenfeld -

Sie hatte ihr Erstlingswerk noch nicht ganz fertig (erschienen 2015), da reifte schon die Idee für die nächste Geschichte. So konkret, dass sie sich direkt ans Schreiben machte. Das Ergebnis liegt nun gedruckt vor ihr auf dem Wohnzimmertisch: Eva Gerths zweites Kinderbuch „Die Suche nach den gestohlenen Ponys“, eine Kinder-Krimi-Geschichte auf einem Reiterhof.

Freitag, 23.06.2017, 20:06 Uhr

Eva Gerth (links) hat ihr zweites Kinderbuch fertiggestellt, Tabea Müller lieferte wieder die Illustrationen.  
Eva Gerth (links) hat ihr zweites Kinderbuch fertiggestellt, Tabea Müller lieferte wieder die Illustrationen.   Foto: oh

„Die Geschichte spielt in Reckenfeld und in Hembergen“, erzählt die Autorin, die Werk Nummer zwei genau wie den Erstling lokal verankerte. Einige Örtlichkeiten dürfte man problemlos wiederkennen, andere hingegen sind frei erfunden – etwa die Polizeistation in Hembergen. Auch die handelnden Personen sind zum Teil sehr real, oder wie Eva Gerth schmunzelnd sagt, „nicht wirklich frei erfunden.“ Mit Einwilligung der jeweiligen Personen tragen sie auch deren echte Namen. Auch die Autorin selbst hat sich eine Rolle auf den Leib geschrieben: die der Familienmutter Nette Lottmann .

Den Namen hat die Figur im Übrigen einem lustigen Versprecher zu verdanken. Eva Gerth und ihre Schwester Lotte entstammen der Familie Nettmann, die in Greven einst ein Hotel betrieb. Als Lotte dort mal ein Telefongespräch annahm, erfolgte der folgenreiche Versprecher: aus Lotte Nettmann wurde Nette Lottmann. Der Spaß-Name wurde fortan zum familieninternen Running Gag – und nun schriftstellerisch verarbeitet.

Zum Inhalt des Buches: Familie Lottmann kehrt aus dem Urlaub zurück, muss sich jedoch hochwasserbedingt provisorisch auf einem Ponyhof einquartieren. Dort werden die Kinder (Liebesgeschichte inklusive!) in eine aufregende Geschichte um gestohlene Pferde verwickelt. Eine fieberhafte Suche nach den Dieben beginnt . . .

Erneut erscheint das Buch (Zielgruppe: Leser ab zehn Jahren) im Engelsdorfer Verlag. „Die Kommunikation mit den Mitarbeitern ist total problemlos. Die helfen einem bei allen Dingen, die man als Autor regeln muss.“ Daran hat sich ebenso wenig geändert wie am Hochgefühl, das sich einstellte, als die Reckenfelderin das fertige, gedruckte Buch endlich in Händen halten durfte.

Trotz des an positiven Resonanzen und guten Verkaufszahlen ablesbaren Erfolges: „Das Schreiben ist immer noch Hobby – und wird es auch immer bleiben.“

Bei der Illustrierung der Geschichte stand erneut Tabea Müller hilfreich zur Seite: Sie lieferte vier farbige Zeichnungen, von denen eine auch das Buch-Cover schmückt. Man habe sich nur einmal treffen müssen, um die Motive vorzubesprechen, dann habe sie drauflos gezeichnet. „Es gab nur einige kleine Verbesserungsvorschläge“, schildert die Zeichnerin die erste Sichtung ihrer Entwürfe. „Das Zeichnen war schon immer ein Riesen-Hobby von mir.“ Der Wunsch, das Hobby zum Beruf zu machen, ist einer anderen, nicht minder kreativen Perspektive gewichen: Im Sommer beginnt sie eine Ausbildung zur Fotografin.

Kaum ist das zweite Eva- Gerth-Buch fertig, steht sie – na klar – schon in den Startlöchern für Buch Nummer drei: Ein humorvoller Erwachsenen-Krimi soll es werden.

► Eva Gerth: Die Suche nach den gestohlenen Ponys. Engelsdorfer Verlag, 174 Seiten, 11,20 Euro.

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