Institut analysiert Ausstattung mit Sportstätten
Je einmal Kunstrasen – mindestens

Greven/Reckenfeld -

Wenn (wie vom SC Reckenfeld gewünscht)die Sportanlage in der Ortsmitte aufgegeben und zum Wittler Damm verlagert werden, müsste dort mindestens ein Kunstrasenplatz neu angelegt werden. Dieser könnte auch im Winter genutzt werden.

Montag, 26.06.2017, 23:06 Uhr

Wenn (wie vom SC Reckenfeld gewünscht) die Sportanlage in der Ortsmitte aufgegeben und zum Wittler Damm verlagert werden, müsste dort mindestens ein Kunstrasenplatz neu angelegt werden. Dieser könnte auch im Winter genutzt werden.  
Wenn (wie vom SC Reckenfeld gewünscht) die Sportanlage in der Ortsmitte aufgegeben und zum Wittler Damm verlagert werden, müsste dort mindestens ein Kunstrasenplatz neu angelegt werden. Dieser könnte auch im Winter genutzt werden.   Foto: Wilfried Gerharz

Wie geht es weiter mit der Sportflächenverlagerung in Reckenfeld? In dieser Woche könnte eine wichtige Weichenstellung erfolgen. In einer gemeinsamen Sitzung beraten die Mitglieder des Schul- und Sport- sowie des Reckenfelder Bezirksausschusses am Mittwoch ( 17 Uhr, Kulturschmiede) über das Thema. Grundlage ist der so genannte Sportflächenbedarfsplan, der nun endlich vorliegt. Die Stadtverwaltung hatte immer darauf verwiesen, dass ohne diesen Plan – Bestandsaufnahme der Ist-Situation und Empfehlungen für die Zukunft – keine Entscheidung fallen kann. Nun liegt er vor – ergo könnte die Sache also Fahrt aufnehmen.

Den Plan hat das Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) im Auftrag der Stadt erstellt. Für Reckenfeld empfehlen die Planer für den Fall, dass die Sportplätze im Ortskern aufgegeben werden, den Standort Wittler Damm „um mindestens ein Großspielfeld mit Kunstrasenbelag und Beleuchtungsanlage“ zu erweitern. Zudem solle der Ausbau eines Teils der Fläche als offener Sport- und Bewegungsraum geprüft werden, der Sportmöglichkeiten für alle Generationen umfassen soll und auch ohne Vereinsmitgliedschaft genutzt werden könnte.

Im Indoor-Bereich müsste der (mögliche) Wegfall der Turnhalle Ortsmitte kompensiert werden, da insbesondere in den Abendstunden Defizite entstünden, die durch die Walgenbachhalle nicht aufgefangen werden können – selbst dann nicht, wenn die Indiaca-Damen nur noch nach 20 Uhr trainieren und die Fußballer im Winter ab der D-Jugend konsequent auf die Außenanlagen ausweichen würden. „Dem Verein würde mit dem Wegfall der Turnhalle Ortsmitte jegliche Möglichkeit genommen werden, sein Angebot weiterzuentwickeln, ggfs. neue Angebote aufzunehmen und bestehende Angebote auszubauen“, heißt es in der Analyse. Das Institut empfiehlt daher zwei Varianten: eine neue „nicht ballspieltaugliche Einzelhalle“ oder als günstige Alternative eine „Kalthalle“ für bewegungsintensive Sportarten (ähnlich einer Soccerhalle). Darin wäre auch Fußballtraining möglich, die Walgenbachhalle würde entlastet.

Für Greven konstatiert das Institut „ein deutliches Defizit an Sportplatzflächen“. Vorschlag daher: den Aschenplatz in der Emsaue durch einen Kunstrasenplatz plus Beleuchtung ersetzen, um so eine intensivere Nutzung zu ermöglichen. Überhaupt die Emsaue: Die aufzugeben (wie in manchen Gedankenspielen durchaus erwogen) kommt für „ikps“ nicht in Frage. Die Anlage sei ein „Juwel für Greven“: innenstadt- und schulnah, ins Grün eingebettet: „Wir sehen derzeit keinen Standort in Greven, der eine ähnlich hohe Attraktivität bietet und eine gleichwertige Funktionalität für die Bevölkerung und für die Schulen aufweist“, steht in der Analyse.

Der Nebenplatz in der Schöneflieth könnte mit einer Beleuchtungsanlage aufgewertet werden und so im Winter besser genutzt werden. Zusätzliche Hallenkapazitäten in Greven haben laut „ikps“ keine Priorität. Oder anders gesagt: Es gebe „nicht zwingend den Bedarf eines Ausbaus“. Für den Schulsport soll die Mitnutzung der Schönefliethhalle erwogen werden. Für den Vereinssport in der Kernstadt gebe es rechnerisch ein Defizit vor 20 Uhr und einen Überschuss ab 20 Uhr. „Bevor auch hier bauliche Dinge näher diskutiert werden, sprechen wir uns für eine kritische Prüfung der Hallenbelegung durch den Vereinssport aus“, so „ikps“.

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