Unitymedia im Reckenfelder Süden
Auf ins Datenparadies

Reckenfeld -

Leichtes Spiel für die Unitymedia-Manager am Montagabend im Deutschen Haus: Die Pläne, den Reckenfelder Süden mit Glasfaserkabeln ans schnelle Internet anzuschließen, wurden dankbar aufgenommen.

Dienstag, 27.06.2017, 11:06 Uhr

Bunte Kabel, die rasend schnell Daten transportieren können: Die Glasfasertechnik FTTB (Fiber to the Building) macht Schluss mit quälend langsamem Internet im Reckenfelder Süden.  
Bunte Kabel, die Daten rasend schnell transportieren können: Die Glasfasertechnik FTTB (Fiber to the Building) macht Schluss mit quälend langsamem Internet im Reckenfelder Süden.   Foto: dpa

Den Werbeblock konnten die Vertreter von Unitymedia kurz halten. Die wenigsten Gäste des Infoabends mussten noch überzeugt werden, die meisten hatte ihre Entscheidung offenbar schon gefällt, als sie am Montagabend im Deutschen Haus erschienen. Ablesbar unter anderem daran, dass viele Besucher schnell zu Detailfragen übergingen. Unitymedia ja oder nein – das hatten offenbar viele längst für sich geklärt und trugen sich bereitwillig in ausliegende Interessentenlisten ein.

Leichtes Spiel also für die Unitymedia-Mannschaft, die mit sechs Mitarbeitern angerückt war, um das Projekt Glasfaser in Reckenfeld (Blöcke C und D sowie Heimstättensiedlung) vorzustellen. Wie Projektleiter Björn Matthiesen betonte, soll innerhalb der nächsten drei Monate mit den Bauarbeiten begonnen werden. Er war sichtlich überrascht vom immensen Interesse: Rund 140 Reckenfelder drängten sich im großen Saal.

Wie Unitymedia-Manager Reinhard Winter betonte, bringe man nicht nur 400-Mbit-Internet in die bislang unterversorgten Gebiete, sondern mache bis zum Jahr 2020 sogar Internetgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich möglich. Das mochten viele der Anwesenden zunächst kaum glauben, müssen viele von ihnen bislang doch mit einem Bruchteil – 2 bis 6 MBit – klarkommen. Eine Drosselung der künftigen Bandbreite gibt es nicht. Auch das Nutzen der Fernsehangebote gehe nicht zu Lasten der Datenrate.

Wie Wirtschaftsförderer Stefan Deimann ausführte, sei es „oberstes Ziel“, Leerrohre zu

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nutzen, um die Glasfaser in die Straßen zu bringen. „Wo es keine Leerrohre gibt, müssen wir nacharbeiten.“ Das gehe nicht ohne Tiefbauarbeiten, jedoch werde alles wieder so hergestellt, wie es vorher war. Die Leitungen werden, so Reinhard Winter, in 60 Zentimeter Tiefe verlegt. „Wir versuchen, so wenig wie möglich aufzubuddeln.“ Schon, um die eigenen Kosten möglichst gering zu halten. In vielen Fällen könne man eine so genannte Hochdruck-Rakete nutzen, um Leitungen durch Gehwege, unter Einfahrten hindurch und bis zum Haus zu befördern. Der leichte Weg (etwa durch eine Rasenfläche) habe Vorrang vor aufwendig gestalteten Pflasterflächen oder ähnlichem. Niemand müsse sich um sein schönes Rosenbeet sorgen, lautete die Botschaft. Und niemand müsse befürchten, dass durch die Tiefbauarbeiten die Häuser für längere Zeit nicht erreichbar seien. Es gelte, so Winter, das Motto: „Was morgens aufgemacht wird, wird abends wieder zugemacht.“

Das Glasfasersignal wird von Münster kommend durchgehend bis in die einzelnen Häuser verlängert. Wie Matthiesen versprach, wolle man 2018 fertig sein. „Es kann sein, dass die ersten schon 2017 angeschlossen werden.“ Welche Straßen zuerst dran seien, stehe allerdings noch nicht fest.

Unitymedia investiert nach eigenen Angaben rund 1,6 Millionen Euro, um rund 30 Kilometer Kabel zu verlegen. Das Unternehmen sieht ein Potenzial von 1200 Anschlüssen in den Blöcken C und D.

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