Sportflächen in Greven und Reckenfeld
Tür für die Kegler noch nicht zu

Greven/Reckenfeld -

Gibt es doch noch eine Chance für eine bundesligataugliche Sportkegelbahn im künftigen Sportzentrum am Wittler Damm? Im Schul- und Sportausschuss wurde am Mittwoch zumindest deutlich, dass die Tür noch nicht ganz zu ist.

Donnerstag, 29.06.2017, 18:06 Uhr

Robin Graes vom SC Reckenfeld bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf einer zeitgemäßen Anlage: Eine solche würde der SC Reckenfeld auch gern in das neue Sportzentrum am Wittler Damm integrieren. Ob es dazu kommt, muss nun geklärt werden.
Robin Graes vom SC Reckenfeld bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf einer zeitgemäßen Anlage: Eine solche würde der SC Reckenfeld auch gern in das neue Sportzentrum am Wittler Damm integrieren. Ob es dazu kommt, muss nun geklärt werden. Foto: SC Reckenfeld

„Wir werden mit dem SCR darüber sprechen müssen, wie das zu realisieren ist und welche Zahlen letztlich darunter stehen werden“, sagt Frank Hänel von der Stadtverwaltung. Mit diesem „Preisschild“ werde sich letztlich de Politik auseinandersetzen müssen.

Das hörte sich dann doch etwas anders an, als das vermeintlich kategorische Nein in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses. Daran ärgerte Michael Zweihaus ( SPD ) vor allem, dass die Sportler davon aus der Zeitung erfahren hätten. Man habe die Leistungssportler so zu „Pumpenkönigen“ gemacht. Auch Rolf Grieskamp (Reckenfeld direkt) sprach sich für eine Berücksichtigung der SCR-Pläne aus. „Nun haben wir schon mal Bundesliga-Kegler vor Ort, dann sollten wir diesen Sport auch fördern.“ Der SC Reckenfeld hatte, wie berichtet, ein eigenes Konzept zur Nutzung der Sportanlage Wittler Damm erarbeitet – Kegelbahn inklusive. Die Sportkegler hatten zuletzt nur mit befristeten Ausnahmegenehmigung auf ihrer Hausbahn im „Irodion“ antreten dürfen.

Anlass, die Aufgabe der Sportflächen in der Ortsmitte und eine Kompensation am Wittler Damm zu diskutieren, bot die Vorstellung des frisch erstellten Sportflächenbedarfsplanes durch Dr. Stefan Eckl vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung. Der Ausschuss beschloss, ihm auch die nun anstehenden Moderation des weiteren Prozesses anzuvertrauen.

Mit Schulen und Vereinen soll nun geklärt werden, welche konkreten Schlüsse man aus der Analyse zieht, welche Sportstätten man überarbeitet, aufgibt oder ausbaut. Eckl betonte: „Das sind alles erstmal Überlegungen.“ Auch Hänel stellte fest, dass „nichts in Stein gemeißelt“ sei.

Einige Klarstellungen erfolgten auch in Richtung Sportcentrum Emsaue, das von der DJK BW Greven genutzt wird. Überlegungen, dieses Areal langfristig aufzugeben und für Wohnbebauung zu nutzen, erteilten einige Politiker eine klare Absage. Die Sportanlage sei in der Analyse zurecht als „Juwel“ bezeichnet worden, dieses dürfe man keinesfalls „versilbern“, warnte Michael Zweihaus (SPD), der zudem Probleme auf die DJK zukommen sieht, falls das jetzige Setex-Gelände bebaut werde. In Münster gebe es einen Fall, wo (neue) Anwohner einer (bestehenden) Sportanalage wegen Lärmbelästigung klagen. Dies wolle er in Greven „auf jeden Fall verhindert sehen“.

Auch Michael Kösters-Kraft (Grüne) forderte, man müsse „die Emsaue unangetastet lassen“. Applaus von einigen DJK-Vertretern war beiden Lokalpolitikern sicher. DJK-Präsident Stefan Bothe forderte am Rande der Sitzung, die Fläche nicht nur bestehen zu lassen, sondern sie überdies „zeitgemäß auszustatten“ – sprich: den 37 Jahre alten Asche- durch einen Kunstrasenplatz zu ersetzen. Die Anlage sei die einzige innerstädtische Sportanlage, die somit „auch für den Schulsport sehr wichtig“ sei.

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