Greven vor 25 Jahren
Planungen für die Katz

Vor 25 Jahren wurde Wilhelm Schütze als Schulleiter des Gymnasiums verabschiedet – und erkannte dabei die Beine seiner Lehrerinnen nicht . . . Außerdem: Planungen für die Katz, tolle Passagierzahlen und bescheidene Hebesätze bei der Gewerbesteuer.

Sonntag, 09.07.2017, 08:07 Uhr

Seit 1972 leitete Wilhelm Schütze das Grevener Gymnasium. Vor 25 Jahren hing er in den Ruhestand.
Seit 1972 leitete Wilhelm Schütze das Grevener Gymnasium. Vor 25 Jahren hing er in den Ruhestand. Foto: PF

Es ist genau 25 Jahre her, als ein Großprojekt in den Ausschüssen der Stadt erstmals diskutiert wurde: die Verlagerung der Sportstätten des SC Greven 09 . Im Juli 1992 stellte der Rat – das glaubten damals jedenfalls alle – die Weichen für die Verlagerung dieser Sportstätten an den Siedlungsweg. Viel Gehirnschmalz, viel Arbeit und viel Geld wurden in das Projekt investiert. Und, wie sagt man so schön: Der Berg kreiste – und gebar eine Maus. Denn: Die Planungen verliefen bekanntlich im Sand, es blieb alles wie es war.

Der Bund der Steuerzahler war auch schon vor 25 Jahren aktiv und ermittelte den Gewerbesteuersatz für alle Kommunen. Greven lag damals im Mittelfeld, der Hebesatz lag bei 350 Prozentpunkten und spülte 13 Millionen Mark in die städtische Kasse. 350 Prozentpunkte? Na, da wäre aber heutzutage Party bei den Bossen angesagt. Denn heute liegt der Gewerbesteuerhebesatz bei schlappen 455 Prozent. Aber: Es ist ja alles teurer geworden . . .

Das, was Gerd Stöwer in den vergangenen Jahren nicht vergönnt war, kann Prof. Dr. Rainer Schwarz momentan bejubeln. Nämlich ein sattes Plus bei den Passagierzahlen. Doch die Zeiten wie vor 25 Jahren werden wohl für immer und ewig vorbei sein. In einem Jahr stieg die Zahl der Passagiere von 300 000 auf 400 000 an. Und das lag vor allem am Urlaubsverkehr, der heutzutage die kränkelnde Abteilung des Flughafens ist.

Den letzten Schultag feierte vor 25 Jahren Wilhelm Schütze, seines Zeichens Leiter des Gymnasiums Augustinianum. Nach vielen weihevollen Worten ging es in der Emssporthalle lustig weiter. Bei der Aufgabe, die Beine unter einem „Good-by-Willi“-Plakat den Lehrerinnen seiner Schule zuzuordnen, scheiterte er kläglich.

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