Polenfahrer waren zum 77. Mal bei Schwester Bertrada / Riesige Veränderungen / Hilfe wird fortgesetzt
Sonne begleitet sie auf allen Wegen

Reckenfeld -

Im Prinzip ist es immer wieder dasselbe: Die Reckenfelder sammeln für Schwester Bertrada und bringen das Erreichte zu ihr in die polnische Großstadt Oppeln. Zum 77. Mal ist jetzt ein Lkw aus Reckenfeld dorthin unterwegs gewesen. Seit der ersten Fahrt in das unter Kriegsrecht stehende Polen 1981 hat sich ungeheuer viel verändert: Aus ehemaligen alten Straßen und Wegen sind in Polen ausgezeichnete Routen geworden. „Wir würden uns freuen, sie noch einige Jahre diesbezüglich benutzen zu können“, sagen die Initiatoren des Projekts um Roland Böckmann, der jetzt 84 Jahre alt ist.

Sonntag, 09.07.2017, 18:07 Uhr

Jedesmal beeindruckend: Die vielen Spenden, die für Schwester Bertrada zustande kommen.
Jedesmal beeindruckend: Die vielen Spenden, die für Schwester Bertrada zustande kommen. Foto: Oliver Hengst

Die Polenfahrer erinnert sich an die abenteuerlichen Anfänge des Projekts: Niemand machte ihnen Hoffnung, dass sie überhaupt nach Polen würden einreisen dürfen. Kleine Bestechungsgeschenke ermöglichten es dann aber doch – bei 24 Grad minus. Nur durch Zufall und nach einigen Irrfahrten trafen die Reckenfelder ausgerechnet auf Schwester Bertrada. Seither werden die Projekte der Ordensfrau – zuerst ein Kinderheim, danach ein Seniorenheim – vom ganzen Ortsteil und vielen Sponsoren sehr großzügig unterstützt. „Sowohl der Wert der Sammlungen als auch ihr Umfang, sind unglaublich“, sagen die Polenfahrer. Kein Wunder, dass es dafür auch Dank von höchster Stelle gab – etwa vom Bischof von Oppeln und von Papst Benedikt.

Doch trotz vieler Erleichterungen: Auch heute noch sind die Fahrten zu Schwester Bertrada kein Zuckerschlecken. Heute machen den Polenfahrern nicht die Grenzer, aber oft endlose Staus die Reise sauer. Bei der letzten Fahrt im Juni aber hatten die Reckenfelder Glück. „ Kein Stau, nur Sonne, sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt.“

Geblieben aber ist der Kontakt mit Schwester Bertrada, die jetzt 88 Jahre alt ist und sich immer noch um ihre Schützlinge kümmert. „Die 1981 begonnene Episode endet erst beim Tod der Genannten, aber das hat hoffentlich noch viel Zeit. Es macht einfach viel Spaß und Zufriedenheit, armen oder behinderten oder kranken Menschen zu helfen“, meinen die Reckenfelder Polenfahrer. Sie unterstützen übrigens Bedürftige nicht nur im Nachbarland, sondern auch vor Ort. „Neben den gleichen armen Menschen in Polen, gibt es auch hier noch zahlreiche Senioren und auch diesen zu helfen, wird bis zu unserem Lebensende unsere Aufgabe und unsere ständige Hilfe sein“, versichern sie

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