Josefschule: Evangelische Jugendhilfe übernimmt OGS
Kontinuität und Wandel

Greven -

Der Offene Ganztag an der Josefschule wird künftig von der Evangelischen Jugendhilfe betreut. Die Organisation kümmert sich auch um die Hausaufgabenbetreuung an der Realschule.

Mittwoch, 12.07.2017, 15:07 Uhr

Wollen Kontinuität garantieren, aber natürlich auch neue Akzente setzten (vorne, von links); Aksana Wolter, Ines Ackermann, Karin Beckmann, Anne Sprakel sowie (hinten von links) Andrea Kestermann, Heike Weßeler und Andreas Sornig.
Wollen Kontinuität garantieren, aber natürlich auch neue Akzente setzten (vorne, von links); Aksana Wolter, Ines Ackermann, Karin Beckmann, Anne Sprakel sowie (hinten von links) Andrea Kestermann, Heike Weßeler und Andreas Sornig. Foto: oh

Die Grundschule St. Josef hat einen neuen Träger für die Offene Ganztagsschule (OGS), die benachbarte Anne-Frank-Realschule (AFR) einen neuen Träger für die Hausaufgabenbetreuung. In beiden Fällen übernimmt die Evangelische Jugendhilfe jene Aufgaben, um die sich bislang „Lernen Fördern“ gekümmert hat.

Anne Sprakel, Leiterin der Josefschule, spricht von einem „Schnitt“ und „Neuanfang“, nachdem Lernen Fördern die bisherige Kooperation beendet hatte. Man sei froh, dass die Stadt als Schulträger mit der Evangelischen Jugendhilfe einen „kompetenten Träger“ gefunden habe. „Der erfreuliche Anfang verspricht ein gutes Gelingen“, ist sie nach ersten Abstimmungsgesprächen und einem Info-Abend für Eltern überaus positiv gestimmt.

An der AFR sei der Kooperationsvertrag mit „Lernen Fördern“ ausgelaufen, berichtet Schulleiterin Ines Ackermann . „Wir wollten diese Chance auf einen Neuanfang nutzen“, sagt sie. Die Evangelische Jugendhilfe sei der „absolute Wunschpartner“ gewesen. An der AFR werden künftig drei Fachkräfte die Hausaufgabenbetreuung anleiten. Sie bietet Platz für rund 50 Kinder, die von älteren Mentoren aus den Klassen 9 und 10 unterstützt werden. Dies passe hervorragend zum Schulprogramm und zum Ansatz, Schüler an Verantwortung heranzuführen. Man wolle künftig kleinere Hausaufgaben-Gruppen mit maximal sechs Schülern bilden, erläutert AFR-Konrektor Andreas Sorning. Das Fernziel sei die Erweiterung des Angebotes in Richtung Selbstlernzentrum. Bei der Hausaufgaben-Betreuung achte man auf altersgemischte Gruppen, wie Sozialpädagogin Aksana Wolter erläutert. „Wir wollen so einen besseren Zugang zueinander schaffen.“ Die Schüler lernten sich so besser kennen, das diene letztlich dem Schulklima.

In der OGS an der Josefschule werden elf Teammitarbeiter zum Einsatz kommen – allesamt pädagogische Fachkräfte, wie Ganztags-Koordinatorin Andrea Kestermann betont.

Wie Karin Beckmann für die Evangelische Jugendhilfe erläutert, sei ihr Arbeitgeber bereits an einigen Schulen der Region präsent – unter anderem als Träger der OGS an der Saerbecker Grundschule. Darüber hinaus ist die Evangelische Jugendhilfe in den Bereichen Wohngruppen, Kindergärten, berufspädagogischen Maßnahmen sowie ambulante Erziehungs- und Beratungsdienstleistungen tätig – auch in Greven. Und nun also auch mit Betreuungsangeboten in der Josefschule und der AFR: „Wir freuen uns, dass das geklappt hat“, sagt Karin Beckmann.

Auch wenn die Kooperation offiziell erst am 1. August startet, hat es bis jetzt schon zahlreiche Treffen gegeben, auch mit Lernen Fördern, aber vor allem natürlich mit den beiden Schulen. „Wir schauen ganz gut nach vorne“, sagt Anne Sprakel, die beobachtet hat, dass spätestens beim Elternabend die anfangs spürbare Verunsicherung mancher Eltern einer großen Zuversicht gewichen ist. Das neue, sehr breit aufgestellte OGS-Team habe es geschafft zu begeistern. Das Team decke verschiedene Professionen ab: von Sport über Musik, Kunst und Handwerk sei alles vertreten. Auch die Nachricht, dass ein Mann zum Team gehöre, sei gut aufgenommen worden. Männer sind im Grundschulbereich eher selten anzutreffen.

In beiden Schulen will man nun – trotz des Wechsels – soviel Kontinuität wie möglich bieten. „Wir wollen Bekanntes mit Neuem mixen, und das sehr behutsam. Ich habe überhaupt keine Sorge, dass wir diesen Übergang hinbekommen“, sagt Anne Sprakel für die Josefschule.

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