Verlagerung der Reckenfelder Sportstätten
„Werden Super-Ergebnis erzielen“

Reckenfeld -

Jetzt geht‘s los, und zwar mit Macht: Anfang August wird sich der SCR-Vorstand erstmals mit den Planern für die neuen Sportstätten am Wittlerdamm treffen, um Pflöcke einzuschlagen. Bis Herbst muss der Kämmerer wissen, was die Sache kostet, um Mittel im Haushalt bereitstellen zu können.

Mittwoch, 12.07.2017, 18:07 Uhr

Bald wird nur noch am Wittlerdamm gekickt: Die Stadtverwaltung peilt die Verlagerung der Sportstätten aus der Ortsmitte für 2018 an.
Bald wird nur noch am Wittlerdamm gekickt: Die Stadtverwaltung peilt die Verlagerung der Sportstätten aus der Ortsmitte für 2018 an. Foto: sba

Jetzt geht‘s los, nach zehn Jahren Diskussion: Anfang August werden sich der Vorstand des SC Reckenfeld, Vertreter der Stadt, das zuständige Planungsbüro samt Architekten zusammensetzen und endlich Pflöcke einschlagen für die Verlagerung der Sportstätten von der Ortsmitte an den Wittlerdamm. „Wichtig ist es jetzt, dass wir schon so tief in die Detailplanung einsteigen, damit wir im Herbst eine belastbare Summe haben, die in den Haushalt eingestellt werden kann“, sagt SCR-Vorsitzender Andrew Termöllen .

Zur Erinnerung: Schon seit Jahren ist es unstrittig, dass es mehr als sinnvoll wäre, die Sportstätten des SCR am Wittlerdamm, wo es bereits einen Sportplatz gibt, zu konzentrieren. Lange scheiterte ein Umzug daran, dass sich Verein und Stadt nicht einig darüber waren, was als Ersatz für die alten Sportstätten her muss und wer das bezahlt. Jetzt hat die Stadt ein Angebot auf den Tisch gelegt: Einen Kunstrasenplatz, dazu eine Kalthalle, ist sie bereit zu finanzieren, und sie peilt den Umzug für 2018 an. „Das ist ein Lösungsansatz“, lobt Termöllen. Der Verein habe zwar noch weitere Wünsche – etwa eine Laufbahn oder einen weiteren halben Sportplatz. Aber der SCR-Chef ist optimistisch, dass man auch da Einigung erzielen werde und verweist auf Erhebungen der Bertelsmann-Stiftung , die gestern veröffentlicht worden sind: „Die Schülerzahlen gehen nicht zurück, sondern wir stehen vor einem neuen Schülerboom.“ Angesichts solcher Zahlen sei es notwendig, am Wittlerdamm etwas zu schaffen, was auch in einigen Jahren noch den Anforderungen entspreche. „Wir werden dort eine Superlösung finden“, ist Termöllen optimistisch. Der Verein sei auch bereit, aus Eigenmitteln seinen Teil dazu beizutragen. „Wir wollen, dass es einen richtigen Kick gibt für Reckenfeld.“ Auch für die Kegelabteilung sieht Termöllen Möglichkeiten. Zwar werde die Stadt dafür nicht tief in die Tasche greifen. Aber im Prinzip brauche man nicht viel mehr als einen Anbau an die Umkleiden, und das werde nicht die Welt kosten. „Vier Bahnen dafür haben wir bereits von der Stadt Münster gekauft und auch bezahlt“, betont Termöllen. „Und einen Sponsor haben wir auch.“

Die neue Entwicklung bei der Sportstättenverlagerung zeitigt bereits Wirkung: Andrew Termöllen, der sich eigentlich vom SCR-Vorsitz zurückziehen wollte, stellt sich heute bei der Mitgliederversammlung des Vereins noch einmal zur Wahl. „Angesichts des Zeitdrucks, den wir jetzt haben, wäre es nicht sehr glücklich, wenn ich nun das Schiff verließe.“

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