Ferienfreizeit der evangelischen Gemeinde
So viele Elche gab‘s noch nie

Reckenfeld -

Zehn Elche – so viele der norwegischen Urgetiere wurden noch bei keiner Ferienfreizeit der evangelischen Gemeinde gesichtet. Bericht von nassen, aber eindrucksvollen Urlaubstagen.

Mittwoch, 23.08.2017, 14:08 Uhr

Der See vor der Haustür,  wiewohl recht kalt, gehörte zu den Hauptattraktionen der Ferienfreizeit der evangelischen Gemeinde.
Der See vor der Haustür,  wiewohl recht kalt, gehörte zu den Hauptattraktionen der Ferienfreizeit der evangelischen Gemeinde.

Höllenglocken. Schmirgelpapier-Stimme. Gitarren-Donner. Das ganze Programm. Norwegens berühmtester Waldbewohner lässt sich von AC/DC-Riffs anlocken – so jedenfalls die selbst erfundene Legende. Die Urgesteine unter den Mitfahrern bemühen sie jedes Mal aufs Neue, vor dem Start zu der etwas anderen Safari mit dem Miet-Bulli durch die skandinavische Wildnis.

Nimmt der Elch nun tatsächlich bevorzugt die Autobahn zur Hölle? Oder handelt es sich doch bloß um einen touristischen Placebo-Effekt? Auch nach rund 15 Jahren Jugendfreizeit lässt sich das nicht mit letzter Sicherheit sagen. Fest steht allerdings: Die Quote stimmt. Jede der drei Safaris ein Erfolg. Männchen mit stolzem Geweih. Kühe mit ihren Kälbern. So viele Elche (insgesamt zehn) gab’s noch nie für die Norwegen-Fahrer der evangelischen Gemeinde.

Doch diese haben gewiss noch mehr zu erzählen, als der Reisebus am frühen Dienstagmorgen zurück in Reckenfeld ist. Wie lebt es sich zwei Wochen ohne Internet? Wie holt man sich den Sieg beim Waldschach? Und warum ist die Zeit so schnell vergangen?

Aber der Reihe nach: „Bringsvaer Leirskole“ heißt das Ziel. Das Schullandheim liegt rund 40 Kilometer von Kristiansand entfernt, klassischer Rot-Anstrich, links Wald, rechts Wald, die Landesflagge auf dem Hof – ein Postkarten-Anblick. Das Wichtigste aber ist der See direkt vor der Haustür: 17 Grad kaltes Wasser nach 16 Stunden Fahrt? Die meisten der 33 Teenager gönnen sich diese Erfrischung sofort – und schrecken auch in den nächsten Tagen nicht vor den doch ziemlich kühlen Fluten zurück: Morgendliche Schwimmrunden sind ebenso angesagt wie spätabendliche Schock-Abkühlungen nach heißem Bad im hauseigenen Zuber. Überhaupt das Wasser: Weil der norwegische Sommer eher verregnet war, gibt es beim Wandern gratis nasse Füße.

Aber egal: Touren über Stock, Stein und durch den Matsch begeistern die Jugendlichen und ihre Teamer. Jene bemühen sich in ihrem Programm um die richtige Mischung aus Action und Erholung: Fußball, Kanupolo und Geländespiele einerseits, gesellige Lagerfeuer- und Spieleabende andererseits – Hauptsache zusammen, lautet die Devise. Auch beim großen Norwegen-Tag: Fünf Teams beweisen hier Triathlon-Sportsgeist, Bastel-Geschick, Quiz-Glück und Theater-Talent. Ach ja, und Feinschmecker-Qualitäten – das eingespielte Küchen-Doppel Maria Rösner /Vicki Bläsius zaubert nämlich ein XXL-Skandinavien-Buffet.

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