Grüne wollen Nachnutzung für Gebäude
Rettungsversuch für St. Josef.

Greven -

Die Grevener Grünen wollen den Abriss der Josefskirche nicht ohne weiteres hinnehmen. Das Gotteshaus sei stadtbildprägend, meinen sie und empfehlen eine Nachnutzung.

Freitag, 25.08.2017, 17:08 Uhr

Die Josefskirche soll abgerissen werden,  so hat es die Kirchengemeinde beschlossen. Jetzt fordern die Grünen, Lösungen zu suchen, die diese Radikallösung vermeiden helfen.
Die Josefskirche soll abgerissen werden,  so hat es die Kirchengemeinde beschlossen. Jetzt fordern die Grünen, Lösungen zu suchen, die diese Radikallösung vermeiden helfen. Foto: Günter Benning

Manchmal kreuzen sich die Ereignisse. Die katholische Kirchengemeinde (siehe unten) läuten einen Architektenwettbewerb für das Josefsviertel ein: Ohne den Altbau. Die Grünen im Grevener Rat wollen noch mal auf die Bremse treten.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt soll am Donnerstag die Weichen für eine Änderung des Bebauungsplans dort stellen, die Grünen bezweifeln, ob ein Abriss als Radikallösung überhaupt nötig ist.

In einem Antrag an den Rat fordern sie, im Vorfeld zumindest den Gestaltungsbeirat einzuschalten, „weil es sich bei dem geplanten Kirchenabriss um einen sehr harten Eingriff in das Stadtgefüge handelt“.

Die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens könne in der vorgeschlagenen Form nicht beschlossen werden, erklärt Fraktionschef Dr. Michael Kösters-Kraft . Denkbar sei ein Aufstellungsbeschluss, der sich ausschließlich auf die Kindergartenerweiterung beziehe, da ein geplanter Anbau auch bei einem Erhalt des Kirchengebäudes erstellt werden könne.

„Die St. Josefskirche ist für Greven ein wesentliches Dokument der Entwicklung vom Dorf zur Stadt in einem katholisch geprägten Umfeld. Sie ist der Mittelpunkt des mit ihr entstandenen und nach ihr benannten Stadtviertels. Der Charakter des Viertels würde zu seinem Nachteil verändert, wenn die namensgebende Kirche mit ihrem Turm verschwinden würde“, heißt es im Antrag.

Bilder aus dem Josefsviertel

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  • Viele Ansichten der Josefkirche.

    Foto: Günter Benning
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Weder in der Vorlage noch in der Beschreibung der Planungsziele werde die Rolle des Kirchengebäudes im Stadtgefüge oder eine mögliche Denkmaleigenschaft überhaupt erwähnt. „Allein deswegen kann der Ausschuss wegen des Fehlens wesentlicher Entscheidungsgrundlagen nicht abstimmen. Und es darf auch nicht sein, dass der Gestaltungsbeirat über einzelne Häuser im Stadtgebiet diskutiert, während er zu wesentlichen Fragen der Stadtgestaltung – und eine solche ist der geplante Abriss der Josefskirche doch wohl ohne Zweifel – nicht gefragt wird“, so Kösters-Kraft.

Der Fraktionschef verweist auf profanierten Kirchen in Münster. Der Erhalt von Kirchengebäuden sei sinnvoll. Es gebe einen Kindergarten (St. Sebastian), eine Turnhalle (St. Elisabeth), Büros (St. Bonifatius und Dreifaltigkeit) und Wohnungen (Dreifaltigkeit). Die Stadt Greven habe im Rahmen der Bauleitplanung ein wesentliches Wort mitzusprechen.

Ein Grevener Architekt erklärte derweil gegenüber dieser Zeitung, er hoffe, dass einer der Wettbewerbsteilnehmer den alten Kirchenraum in seine Planungen einbeziehe: „Man könnte dort leicht einen fünfzügigen Kindergarten reinbauen.“ Kirchraum und Pfarrzentrum würden gut an die Nordwalder Straße passen.

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