Am Ententeich in Reckenfeld
Hündin durch Scherben verletzt

Reckenfeld -

Eine Hündin ist am Ententeich durch herumliegende Glasscherben schwer verletzt worden. Anwohner fordern dort jetzt Abhilfe – etwa durch mehr Mülleimer.

Samstag, 02.09.2017, 16:09 Uhr

Kämpfen gegen die Scherben am Ententeich: Maria Ruhl mit der verletzten Pandora sowie die „Ersthelfer“ von der Mozartstraße und Lisa Roters (kleines Bild)..
Kämpfen gegen die Scherben am Ententeich: Maria Ruhl mit der verletzten Pandora sowie die „Ersthelfer“ von der Mozartstraße und Lisa Roters (kleines Bild).. Foto: Rosemarie Bechtel

Eine große Blutlache sahen Spaziergänger am vergangenen Sonntagmorgen an einer Bank am Ententeich. „Ja, die stammt von meiner Pandora“, erzählt Maria Ruhl. Sie wohnt an der Grevener Landstraße und geht regelmäßig mit ihrer Hündin am Teich spazieren. Am Samstag war der angeleinte Hund am Ufer in mehrere Scherben getreten. Stark blutend wurde er vom Begleiter seines Frauchens in die nahe Mozartstraße getragen. „Hier bekamen wir sofort Hilfe.“ Marion Poppe und Karola Polzfuss versorgten den Hund und trösteten ihn, bevor es zum Tierarzt ging.

„Die Kosten belaufen sich bis jetzt auf 200 Euro. Wir haben Glück, dass keine Sehne verletzt ist“.

Was die Helfer und An-wohner der Mozartstraße so ärgert ist, dass manche Leute, die gerne dort abhängen, offenbar nichts dabei finden, die Enten mit Flaschen zu bewerfen oder Glas einfach in die Büsche zu werfen. „Meine Kinder lasse ich schon gar nicht mehr alleine hier hin gehen und erst recht nicht am frühen Abend“, erzählt Marion Poppe.

Initiative gegen Vermüllung

Lisa Roters , neun Jahre alt, hat bereits 2016 eine Initiative gegen die Vermüllung gestartet. sie fegt öfter die Scherben weg und hat an den Bürgermeister geschrieben und um mehr Abfalleimer gebeten. Das Stadtoberhaupt freut sich zwar, dass Lisa sich so für die Umwelt einsetzt doch die Antwort lautet:

„Da auch mir an einer sauberen Umwelt gelegen ist, haben wir bereits einige Bänke mit Abfalleimern ausgestattet. Leider ist es in der Vergangenheit mehrfach dazu gekommen, dass Unbekannte diese Abfalleimer beschädigt haben. Der Müll wurde weitflächig verteilt und sogar in den Ententeich geworfen. Deshalb haben wir auch nicht alle Bänke mit Abfalleimern ausgestattet. Die vorhandenen Mülleiner sind ausreichend.“

Mit dieser Antwort gibt Lisa sich aber nicht zufrieden und wird auch von anderen aus dem Viertel unterstützt. Sie bleibt am Ball, schrieb in den Ferien einen weiteren Brief. Nicht nur ihre Meinung ist: Es muss jetzt gehandelt werden. Vor allem müssten die Trinkgelage aufhören. Damit wäre schon ein großes Problem weg.

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